Jahresbilanz

Totbergungen der Wasserrettung verdoppelt

Vorarlberg
24.04.2026 11:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Vorarlberger Wasserrettung präsentierte ihre Jahresbilanz für 2025: Knapp 1000 Einsätze hatten die Mitglieder zu bewältigen, darunter leider auch viele sogenannte Totbergungen. 

Mit insgesamt 974 Einsätzen verzeichnete die Wasserrettung Vorarlberg erneut ein einsatzreiches Jahr. Die Bandbreite reichte von Erste-Hilfe-Leistungen über Personenrettungen bis hin zu aufwändigen Großeinsätzen, insbesondere im Oberland. So wurde im Oktober ein solcher, mehrtägiger Großeinsatz notwendig, ausgelöst durch ein im Kops-Stausee versunkenes Auto. 20 Einsatzkräfte und sieben Taucher kämpften mit Dunkelheit, null Sichtweite und über 50 Metern Tiefe. Schlussendlich konnte das Auto und der Lenker, ein 72-jähriger Mann, geborgen werden. Einen ungewöhnlichen Einsatz hatten die Wasserretter auch im April 2025 zu leisten: Im Andelsbucher Stausee ist ein Bagger in Brand geraten, für die Löscharbeiten mussten flachwassertaugliche Hochwasserboote angefordert werden.

Erfolge für das Vorarlberger Wasserretter-Team bei der EM 2025.
Erfolge für das Vorarlberger Wasserretter-Team bei der EM 2025.(Bild: Wasserrettung Vorarlberg)

Für die Bewältigung all dieser Herausforderungen standen 230 Einsatzkräfte bereit, die rund 11.600 Einsatzstunden leisteten. Insgesamt wurden knapp 70.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit erbracht. Zu einer traurigen Entwicklung kam es bei den sogenannten Totbergungen. Zehn dieser Bergungen mussten die Wasserretter im vergangenen Jahr durchführen, doppelt so viele wie im Jahr davor. Zu einer deutlichen Steigerung kam es auch bei den Erste-Hilfe-Leistungen: Die Zahl stieg von 321 auf 386. Sieben Mal mussten die Einsatzkräfte nach Personen suchen (im Jahr zuvor waren es neun Fälle), Sachgüterbergungen wurden 17 Mal durchgeführt (2025: 34). 

Keine Probleme gibt es bei der Nachwuchsarbeit.
Keine Probleme gibt es bei der Nachwuchsarbeit.(Bild: Wasserrettung Vorarlberg)

Nachwuchsarbeit erfolgreich
Erfreulich ist die Bilanz auch, wenn es um den Nachwuchs geht. Mit 285 Jugendlichen wurde im Jahr 2025 ein neuer Höchststand erreicht. Noch nie sind so viele junge Menschen der Wasserrettung Vorarlberg beigetreten wie im vergangenen Jahr. Auch bei sportlichen Höchstleistungen konnten die Vorarlberger Wasserretter aufzeigen: Bei der Rettungsschwimm-EM in Polen setzte Kathrin Mark von der Abteilung Feldkirch-Frastanz eine historische Bestmarke mit der Silbermedaille im Bewerb „Line Throw“. Die gesamte Vorarlberger Abordnung fuhr Rekorde, Finaleinzüge und Top-Ten-Platzierungen ein.

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