Der Polizei ist ein Schlag gegen sogenannte Raubgräber gelungen. Bei einer großen Razzia, die von Deutschland aus koordiniert wurde, sind zahlreiche archäologische Gegenstände beschlagnahmt worden, darunter historische Waffen. Auch in Niederösterreich fand eine Hausdurchsuchung statt.
Die Bande soll in unterschiedlicher Zusammensetzung mit Metalldetektoren nach alten Kulturgütern gesucht haben, um diese später zu verkaufen. Sogar Unterwassererkundungen wurden vorgenommen. Auf die Spur der Gruppe kamen die Ermittler, weil bei zwei Tatverdächtigen im Juni 2025 eine Vielzahl von Objekten gefunden wurde.
19 Hausdurchsuchungen
Bei der Razzia am Mittwoch wurden nun zahlreiche weitere archäologische Gegenstände beschlagnahmt, darunter auch historische Schusswaffen. Insgesamt wurden 18 Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland durchsucht, eine Razzia fand in Niederösterreich statt. Nähere Details dazu wurden von der Polizei aber vorerst nicht genannt.
„Keine harmlose Freizeitbeschäftigung“
„Illegale Sondengänge und Raubgrabungen sind keine harmlose Freizeitbeschäftigung“, erklärte die Sprecherin des Landeskriminalamts Stuttgart, Lisa Schröder. Wer gezielt nach archäologischen Objekten suche und diese an sich nehme oder veräußere, begehe eine Straftat.
Auch das Argument, Kulturgüter würden dadurch gerettet, greife nicht. Viele Fundstellen seien der Wissenschaft bekannt und würden bewusst nicht ausgegraben, um sie für zukünftige Forschungsmethoden zu erhalten.
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