In einigen Jobs sind Frauen noch immer unterbesetzt. Besonders betroffen sind naturwissenschaftliche, handwerkliche und technische Berufsfelder, die nach wie vor als Männerdomäne gelten. Betriebe laden daher ein und machen ihnen die Arbeit schmackhaft.
Das merkt auch die Kelag, die jährlich die meisten Lehrlinge in Kärnten ausbildet. „Die Bewerbungen sind zahlreich, doch hauptsächlich von jungen Männern“, weiß Katharina Zimmerberger, Leiterin der Kelag Lehrlingsausbildung.
Um mehr Frauen für die technischen Berufe zu begeistern, öffnen 15 Kärntner Betriebe in Kooperation mit dem Land Kärnten, über das Jahr für Mädels ihre Türen. „So etwas war früher unvorstellbar, die Möglichkeit, einen ,Männerberuf’ zu ergreifen, gab es gar nicht. Ich wollte früher Fußballerin werden, aber das ging nicht, da ich ein Mädchen war“, blickt Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger auf die konservativen Berufsbilder in ihrer Kindheit zurück.
Im Fokus der Betriebsbesichtigungen liegt das spielerische Auseinandersetzen mit Handwerkzeugen, Maschinen und Materialien. So lernen die Mädchen auch Arbeiten kennen, die nicht den traditionellen Rollenbildern entsprechen.
„Das Geschlecht sollte bei der Berufswahl keine Rolle spielen, eher die Interessen“, so Christine Erlach von der Organisation EqualiZ. Doch ihr Wunsch widerspricht oft der Realität. Junge Frauen finden sich laut WKO Statistik 2025 in traditionellen Berufen nach wie vor als Bürokauffrau oder Friseurin wieder.
„Vergessen wird auch, dass Gehälter in diesen Branchen viel geringer ausfallen – der Weg in die Abhängigkeit und Altersarmut ist dadurch oft viel schneller.“
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