Welser Pharma-Firma:

„Versorgung sicherzustellen wird herausfordernder“

Oberösterreich
23.04.2026 13:10
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Der Welser Arzneimittelhersteller und -händler Richter Pharma hat seinen Konzernumsatz 2025 von 869 Millionen auf 941 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 18,2 Millionen Euro leicht unter jenem im Jahr davor (18,9 Millionen Euro).

Von der Politik wünscht man sich eine gesetzliche Indexanpassung und eine langfristig ausgerichtete Life-Sciences-Strategie, um den Standort zu attraktivieren, so CEO Roland Huemer. Teile der Gesundheitsversorgung würden unter starkem wirtschaftlichen Druck stehen, was auch daran abzulesen sei, dass der Gewinn im Verhältnis zum Umsatz begrenzt sei, sagt Huemer, der Druck durch steigende Kosten und staatliche Preisdeckelungen wachse. Er warnt vor allem „vor der Entwicklung bei niedrigpreisigen Humanarzneimitteln. Denn mangels freier Preiskalkulation wird es für Hersteller, Großhändler und Apotheken immer herausfordernder, hier die Versorgung sicherzustellen.“

Daher entwickle man sich strategisch zunehmend in Richtung Hersteller. In die Produktion der Tochtergesellschaft VetViva Richter in Wels wurden zuletzt 35 Millionen Euro investiert, der neue Komplex nahm 2025 die Produktion auf. Damit verdreifache man die Produktionskapazitäten im veterinärmedizinischen Bereich, bis 2030 werde man rund 1.500 Produktzulassungen haben, erwartet Huemer.

Tier- und Humanmedizin
In der Tiermedizin ist Richter stark auf Schmerzmittel spezialisiert. Angeboten wird auch eine eigene App, mit der Tierhalter nicht nur die medizinischen Daten ihres Tieres verwalten, sondern auch Futter oder Zubehör direkt beim Tierarzt bestellen können. In der Humanmedizin hat Richter einen Fokus auf Immunstärkung und Nahrungsergänzungsmittel. Ein weiteres Standbein ist die Pharmalogistik. „Zu unseren Kunden zählen namhafte internationale Konzerne, die uns komplexe Logistikaufgaben wie zum Beispiel für Spezialkrebsmedikamente übertragen“, so Huemer.

Das Unternehmen, das als 1576 erstmals urkundlich erwähnte Apotheke am Stadtplatz begonnen hat, feiert heuer sein 450-jähriges Jubiläum und beschäftigte zum Stichtag 491 (2024: 468) Mitarbeitende an fünf Standorten in Österreich.

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