Auftragshoch zu Corona

25-Jährige ist neue Chefin von Traditionsbetrieb

Oberösterreich
22.04.2026 14:00

Seit mehr als 130 Jahren produziert die Firma Anrei Massivholzmöbel im Mühlviertel – ab sofort unter der Führung von Klara Reisinger. Die 25-Jährige übernimmt das Familienunternehmen in fünfter Generation. Die Corona-Pandemie war für den Betrieb eine Achterbahnfahrt – wachsen will man künftig vor allem durch den norddeutschen Markt.

Die Zeit der Covid-Pandemie glich in der Möbelbranche einer Achterbahnfahrt. Auch bei der Firma Anrei aus Pabneukirchen, Hersteller von Massivholzmöbeln. „Wir haben so wie die meisten in der Branche Spitzenjahre hingelegt“, sagt Erich Ritt, Verkaufsleiter des Mühlviertler Familienunternehmens.

Seine Erklärung dafür: Weil Reisen während der Lockdowns nahezu unmöglich war, richteten viele ihre Häuser und Wohnungen (neu) ein. „So schnell wie es rauf gegangen ist, ist es aber auch wieder runtergegangen, als alle wieder reisen konnten“, so Ritt. „Wir waren kurze Zeit im freien Fall, haben das aber gut abfedern können.“

Anrei in Pabneukirchen ist einer der größten Arbeitgeber im Unteren Mühlviertel.
Anrei in Pabneukirchen ist einer der größten Arbeitgeber im Unteren Mühlviertel.(Bild: ANREI)

Mühlviertler wollen in Deutschland wachsen
Im Vorjahr lag der Umsatz von Anrei bei rund 22 Millionen Euro – ein leichtes Wachstum von etwa Prozent im Vergleich zum Jahr davor. In dieser Tonart soll es künftig auch unter einer neuen Chefin weitergehen: Klara Reisinger (25) ist seit April neue Geschäftsführerin und führt den Familienbetrieb damit in fünfter Generation. „Der Fokus liegt auf dem Ausbau der Märkte, explizit in Norddeutschland“, sagt Reisinger bei ihrem Antrittsgespräch.

Vier von zehn Euro verdient das Unternehmen aktuell im deutschsprachigen DACH-Raum. Der Qualitätsanspruch ist bei Anrei laut eigenen Angaben hoch: Selbst die Massivholzplatten für die Möbel werden am eigenen Standort in Pabneukirchen gefertigt. Die Mühlviertler produzieren für den Fachhandel und fertigen erst dann, wenn ein Kunde bestellt – dementsprechend gibt es keine Lagerbestände.

180 Mitarbeiter
Das Unternehmen wurde 1894 als Ein-Personen-Betrieb gegründet. Heute beschäftigt Anrei rund 180 Mitarbeiter. Nachhaltigkeit beim Personal ist für die neue Chefin wichtig: „Das wichtigste Gut sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Reisinger. So biete man zum Beispiel Dienstwohnungen an, die kürzlich zwei von Deutschland zugezogene Mitarbeiter in Anspruch genommen haben. Neben dem Ausbau des norddeutschen Marktes will Reisinger künftig auch die Präsenz der eigenen Marke stärken.

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