Einem Zuwachs des EGT um 1,9 Prozent auf 69,6 Millionen Euro steht ein Minus beim Betriebsergebnis um 14,7 Prozent von 128,8 auf 109,2 Millionen Euro gegenüber. Stark angezogen hat im vergangenen Jahr die Wohnbaufinanzierung.
Die Vorarlberger Sparkassen mussten im Geschäftsjahr 2025 abermals einen Rückgang beim Betriebsergebnis auf 109,2 Millionen Euro (2024: 128,8 Millionen, -14,7 Prozent) hinnehmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wuchs um 1,9 Prozent (2024: 68,9 Millionen) auf 69,6 Millionen Euro an und reichte an den Wert von 2023 (70 Millionen) heran. Besonders stark entwickelte sich im vergangenen Jahr die Wohnbaufinanzierung, es wurden wieder deutlich mehr Wohnraumfinanzierungen abgeschlossen.
Sparkassen-Gruppensprecher Martin Jäger sprach von einem Geschäftsjahr, das durch „gestiegene Kosten und erhöhte regulatorische Anforderungen“ geprägt gewesen sei. Den Rückgang beim Betriebsergebnis begründete er mit den Leitzinssenkungen. Dennoch hätten die Sparkassen gezielt weiter in IT, Sicherheit, Infrastruktur und Beratungskompetenz investiert.
Steigerungen gab es sowohl beim Kreditvolumen als auch bei den Spareinlagen. Der Umfang der Kredite wuchs von 6,5 auf 6,8 Milliarden Euro (+4,5 Prozent) an. Die Wohnbaufinanzierung erreichte ein Ausmaß von 362,7 Millionen Euro, um über 147 Millionen mehr als 2024 (215,6 Millionen, +68,2 Prozent). Jäger führte das auf veränderte Rahmenbedingungen zurück, so habe sich das Zinsniveau einigermaßen stabilisiert. „Hinzu kommt ein spürbarer Nachholeffekt“, erklärte der Sparkassensprecher. In den Jahren 2022 und 2023 hätten zahlreiche Menschen den Immobilienkauf hinausgezögert.
Spareinlagen erreichten Höchststand
Die Spareinlagen erreichten mit 3,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand (2024: 3,5 Milliarden, +6,9 %). Auch die Primärmittel, die Summe aus Spar- und Giroeinlagen sowie der eigenen Sparkassenobligationen, nahmen um 7,2 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro (2024: 6,2 Milliarden) zu. Insgesamt wurden an Kundengeldern 8,5 Milliarden Euro (2024: 7,8 Milliarden, +7,9 Prozent) verwaltet.
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