40 Prozent der deutschen Bierhersteller kämpfen bereits ums Überleben. Das teilte der deutsche Brauer-Bund am Mittwoch mit, der ein „sehr hartes Jahr“ erwartet. Sportliche Großereignisse seien keine Selbstläufer mehr.
Die Fußballeuropameisterschaft 2024 habe nur wenig Impulse für die Branche gesetzt. Der Absatz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die im Juni und Juli in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wird, hänge vom Erfolg der deutschen Nationalmannschaft und vom Sommerwetter ab. Eine Herausforderung seien auch die steigenden Kosten für Energie, Logistik und Rohstoffe, sagte Hauptgeschäftsführer Holger Eichele.
Der Absatz von alkoholhaltigem Bier brach 2025 in Deutschland um 5,8 Prozent ein. Laut dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck, trinken heute viele Jugendliche keinen oder nur sehr selten Alkohol. Das sei aus medizinischer Sicht zu begrüßen. Viele Brauer haben sich inzwischen an das veränderte Konsumverhalten angepasst und produzieren verstärkt alkoholfreies Bier und Limonaden. Ungefähr jedes zehnte getrunkene Bier ist laut dem Brauer-Bund alkoholfrei.
Auch für regionale Privatbrauereien hätten neue Produkte und Anlagen einen großen Stellenwert. „2026 wird für uns ein sehr hartes Jahr werden, eine Entspannung ist nicht in Sicht“, sagte Eichele. Die Mehrwegquote bei Bier liegt übrigens bei knapp 80 Prozent, damit erfüllen die Brauer als einzige Getränkebranche die gesetzlichen Vorgaben.
In Österreich ist der Bierabsatz Anfang des Jahres um sechs Prozent zurückgegangen. Auch hierzulande trinken vor allem jüngere Menschen weniger Alkohol.
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