Vorarlbergs Seilbahner-Chef Andreas Gapp ziehen mit Ende der Wintersaison 2025/26 eine insgesamt verhaltene Bilanz. Auch in den beschneiten Skigebieten kamen nicht so viele Gäste wie noch 2024/25.
„Angesichts der Rahmenbedingungen können wir insgesamt davon sprechen, dass das Niveau gehalten wurde – auch wenn uns vor allem der März deutlich vor Augen geführt hat, wie schwierig einzelne Saisonphasen verlaufen können“, zieht Andreas Gapp, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen, nach der abgelaufenen Wintersaison Bilanz.
Höhere Pistenqualität mit Beschneiungsanlagen
Über die Wintermonate hatte es Petrus gar nicht so schlecht gemeint – das Wetter war überwiegend sonnig, auch der Naturschnee blieb nicht aus. „Gleichzeitig hat sich erneut gezeigt, wie stark die Branche von stabilen Rahmenbedingungen abhängt. Insbesondere die technische Beschneiung erwies sich einmal mehr als entscheidender Faktor“, erläutert Gapp. Skigebiete mit Beschneiungsanlagen wären in der Lage gewesen, die sonnigen Phasen besser zu nutzen und die Qualität der Pisten zu erhalten. „Die technische Beschneiung ist und bleibt eine zentrale Grundlage, um unter zunehmend wechselhaften Bedingungen überhaupt verlässlich wirtschaften zu können.“
Anlagen waren gut 130 Tage in Betrieb
Nach der außergewöhnlich starken Wintersaison 2024/25 konnte in den technisch beschneiten Skigebiete Vorarlbergs das Niveau des Vorjahres im Endeffekt gehalten werden: Der Winterumsatz entwickelte sich mit plus 1,9 Prozent nahezu unverändert. Bei den Ersteintritten wurde hingegen ein leichter Rückgang von minus 0,67 Prozent verzeichnet. Die durchschnittliche Anzahl an Betriebstagen lag bei 130,20 Tagen. „Trotz insgesamt stabiler Zahlen zeigt sich auch hier, dass die Gästeentwicklung nicht ganz an das Vorjahr heranreichte“, resümierte der Seilbahnen-Chef.
Witterungsbedingt kam das vorzeitige Aus
Ein wesentlich düsteres Bild bietet sich in jenen Skigebieten, die ausschließlich auf Naturschnee setzen. So verzeichneten die technisch nicht beschneiten Skigebiete eine insgesamt rückläufige Entwicklung. Der Winterumsatz ging um 29,25 Prozent zurück, die Ersteintritte um 32,50 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl an Betriebstagen lag bei 67,75 Tagen. Zwei Drittel dieser Gebiete konnten die Wintersaison wie geplant abschließen, während ein Drittel den Betrieb witterungsbedingt vorzeitig einstellen musste.
„Gerade die Skigebiete ohne technische Beschneiung spüren die Auswirkungen von Witterungsschwankungen besonders deutlich. Die diesjährige Saison hat gezeigt, wie rasch sich schwierige Phasen – etwa im März – auf das Gesamtergebnis auswirken können.“ Über die Jahre betrachtet entwickelt sich der März zunehmend zu einem Unsicherheitsfaktor, der die Planbarkeit erheblich erschwert.
Nach Abschluss der Wintersaison richtet sich der Fokus nun auf die herannahende Sommersaison. Hier erwarten sich die Vorarlberger Seilbahnbetreiber ähnliche, wenn nicht sogar bessere Zahlen als im vergangenen Jahr.
Seilbahner setzen auf Ganzjahrestourismus
„Die Zeit von Frühling bis Herbst gewinnt weiter an Bedeutung. Darauf richten wir jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit. Unsere Berge sind längst ganzjährig attraktive Erlebnisräume – diese Entwicklung wollen wir konsequent weiter stärken“, gibt Gapp die Linie vor. Was die Gäste angeht, wollen sich die Seilbahner sowohl um Einheimische als auch um auswärtige Gäste bemühen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.