Neun Prozent Rückgang

Salzburg benötigt weniger Energie aus dem Ausland

Salzburg
22.04.2026 11:50

Die Stadt Salzburg hat ihre Energiebilanz für das Jahr 2024 vorgestellt. Es wurde weniger Energie verbraucht und auch die Auslandsabhängigkeit reduziert. Jetzt will die heimische Politik den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen forcieren, um noch unabhängiger zu werden.

2571 Gigawattstunden Energie verbrauchte die gesamte Stadt Salzburg im Jahr 2024. Das ist um ein Prozent weniger als im Jahr davor. Ein Elektroauto würde mit dieser Leistung 6,5 Millionen Mal das Stadtgebiet umkreisen können. 36 Prozent der Energie wurde aus erneuerbaren gewonnen. Insgesamt 51 Prozent, und somit neun Prozent weniger als 2023, des Gesamtverbrauchs wurden aus dem Ausland abgedeckt. Gerade Gas kommt nahezu vollständig nicht aus Österreich. 

Einer der Gründe für den geringeren Verbrauch waren die gestiegenen Kosten. Ebenso weniger Heiztage durch einen milden Winter haben geholfen, den Verbrauch zu reduzieren. 

„Auch für die Stadtverwaltung sind die Energiekosten von fünf auf neun Millionen Euro gestiegen. Dafür könnten wir jedes Jahr eine neue Kindergartengruppe oder andere Infrastruktur bauen“, erklärt Stadtvize Kay-Michael Dankl (KPÖ). Er will in Zukunft auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den städtischen Gebäuden setzen. Eine Strategie dafür wird ab Mai ausgearbeitet.

Noch viel Handlungsbedarf sieht auch Stadträtin Anna Schiester (Bürgerliste). Sie fordert das Land zum Umzudenken auf. „Die gestrichene Sanierungsförderung ist der falsche Weg.“ Denn gerade thermische Sanierungen könnten viel Energie einsparen.

Beide Politiker sind aber überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Der Anteil an erneuerbarer Energie ist um vier Prozent gestiegen, die Ökologisierung der Fernwärme schreitet laufend voran.

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