„Krone“-Gemeindeserie

Erfolgreiche Großarler Bonuskarte am Prüfstand

Salzburg
22.04.2026 10:15

Großarl war mit der „Hoamat Karte“ für Einheimische eine Pioniergemeinde. Schnell gab es Nachahmer in anderen Regionen. Jetzt wird im Pongauer Tal geprüft, ob das Bonuskarten-Modell künftig fortgesetzt wird.

Man kann schon von einem sozialen Erfolgsprojekt sprechen“, sagt Hans Ganitzer (SPÖ). Der Großarler Bürgermeister ist stolz auf die vor drei Jahren eingeführte „Hoamat Karte“. Sie ermöglicht Einheimischen und Mitarbeitern von Tourismusbetrieben die Nutzung von Liften, Loipen, Schwimmbad und Öffis für ein Jahr zum sensationell günstigen Preis. Regionen wie das Gasteiner- oder das Saalachtal haben die Karte mittlerweile kopiert.

Im November läuft der Einheimischen-Bonus jedoch aus. „Wir sind schon in Gesprächen über eine Verlängerung. Ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden Wochen eine positive Lösung finden“, sagt Ganitzer. Seit 2024 steht der 64-Jährige als erster Sozialdemokrat der Geschichte an der Spitze von Großarl. Die „Hoamat Karte“ wurde freilich noch unter seinem Vorgänger Hans Rohrmoser (ÖVP) ins Leben gerufen.

Die neue Zentrale der Einsatzkräfte samt Wohnungen für Hotelmitarbeiter wurde vergangenen ...
Die neue Zentrale der Einsatzkräfte samt Wohnungen für Hotelmitarbeiter wurde vergangenen Dezember eingeweiht.(Bild: Maximilian Kronberger)

Ortsbefragung für privates PV-Projekt geplant
Mitten im Zentrum, neben dem Rathaus, soll nach dem Sommer die Marktstraße neu gemacht werden. Die ersten Vorarbeiten laufen schon. Wenige hundert Meter weiter wurde bereits im Dezember die neue Einsatzzentrale für Bergrettung und Feuerwehr eröffnet. Für ein Hotel entstanden im Gebäudekomplex noch Mitarbeiterwohnungen. Wohnraum ist in Großarl weiter begehrt. Deshalb soll in naher Zukunft auch beim Seniorenwohnheim ein Gebäude umgebaut werden. Von Betreutem Wohnen, einer Tagesstätte für Senioren und Starterwohnungen für Junge ist alles möglich. „Wir sind da noch in der Anfangsphase. Wir wollen 2027 mit den Planungen starten.“

Ob ein Photovoltaik-Projekt aus dem Planungsstadium herauskommt, soll sich bald entscheiden. Ein Privater plant an einem Hang eine große PV-Anlage. Die Bürgerbefragung dafür scheiterte aus rechtlichen Gründen. Jetzt soll eine nicht bindende Ortsbefragung, wie in Viehhofen, dafür kommen.

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