Sa, 23. Juni 2018

Zivilisten getötet

09.07.2014 20:24

Ukrainische Kampfpilotin in russischer Haft

Im Zusammenhang mit der Ermordung zweier russischer Journalisten in der Ostukraine halten russische Sicherheitskräfte seit Wochen eine ukrainische Kampfpilotin fest. Am Mittwoch haben die russischen Ermittler ihre Anschuldigung gegen die Frau präsentiert. Demnach habe sie Informationen zur Lokalisierung und gezielten Tötung der beiden Journalisten geliefert. Die ukrainische Regierung wirft Russland vor, die Armeeoffizierin in der Ostukraine entführt zu haben und fordert ihre sofortige Freilassung.

Die 33-jährige Nadija Sawtschenko wurde den Angaben zufolge im Juni nahe der ostukrainischen Stadt Lugansk von prorussischen Separatisten gefangen genommen und dann nach Russland verschleppt. Der Fall beweise einmal mehr, dass die Rebellen in enger Abstimmung mit russischen Geheimdiensten vorgingen, erklärte das Außenministerium in Kiew.

Die Hubschrauberpilotin habe während eines Urlaubs aufseiten einer regierungstreuen Miliz mit dem Namen Aidar-Bataillon gegen die Aufständischen gekämpft. Die Ukraine erwarte die sofortige Freilassung der Frau, teilte das Ministerium mit.

Aufenthaltsort genannt - danach flogen Granaten
Die Mitarbeiter des russischen Staatssenders Rossija waren am 18. Juni nahe Lugansk bei einem Angriff der ukrainischen Armee getötet worden. Nach Darstellung der Russen hatte Sawtschenko den Aufenthaltsort der "russischen Journalisten und anderer Zivilisten" herausgefunden und weitergeleitet. Mit Hilfe der Koordinaten seien dann Granaten auf die Stelle abgefeuert worden.

Unklar ist, wie Sawtschenko überhaupt in die Hände der russischen Ermittler gelangte. Diese geben an, die Pilotin sei erwischt worden, als sie ohne Papiere und als Flüchtling getarnt nach Russland einreiste. Allerdings hatte die russische Zeitung "Komsomolskaja Prawda" bereits Ende Juni ein Interview mit Sawtschenko geführt, als diese von ukrainischen Separatisten festgehalten worden war.

Separatistenhochburg wieder unter Kontrolle Kiews
Die ukrainische Armee kämpft seit Wochen gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes. Zuletzt wurde die Rückeroberung der Separatistenhochburg Slawjansk vermeldet. Der Konflikt ist in Folge des Sturzes des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland eskaliert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.