In Mödling gibt es das Weingut Pferschy-Seper, das bereits in fünfter Generation nur von Frauen geführt wird. Am 25. April ist Tag der offenen Tür, bei dem auch Oma Margarete aus früheren Zeiten erzählen wird, als man sich das Essen zum Heurigen noch selbst mitbringen musste.
Am 25. April lädt das Weingut Pferschy-Seper in Mödling wieder zum Tag der offenen Tür. Das Besondere an diesem seit 1718 bestehenden Weinbaubetrieb: Er wird bereits in fünfter Generation ganz alleine nur von Frauen geführt.
Derzeit hält Birgit Pferschy-Seper mit ihren beiden Töchtern das Zepter in der Hand. „Tochter Anna ist bereits seit sechs Jahren im Betrieb, Magdalena seit zwei“, freut sich Mutter Birgit darüber, gleich zwei ihrer drei Töchter für den Weinbau begeistert zu haben.
Mit alkoholfreien Weinen auch in Österreich punkten
Letztere wurde dieses Jahr sogar vom Falstaff-Magazin zu Österreichs beliebtester Nachwuchswinzerin gewählt. „Diese Auszeichnung bedeutet mir unglaublich viel und zeigt, dass unsere tägliche Arbeit in ganz Österreich geschätzt wird“, freut sich die 24-Jährige. Und sie setzt neue Akzente – etwa mit innovativen, alkoholfreien Weinen, die zeigen, dass Genuss auch ohne Alkohol möglich ist. „In Deutschland ist alkoholfreier Wein extrem akzeptiert, in Österreich hinken wir dabei noch sehr nach“, erklärt die Jungwinzerin, die in Deutschland studiert hat. Drei dieser alkoholfreien Weine führt der Betrieb bereits im Sortiment.
Tag der offenen Tür samt Omas Erinnerungen
Beim Tag der offenen Tür am 25. April kann dieser auch verkostet werden. Aber auch Kellerführungen und ein umfangreiches Kinderprogramm mit Fasslrutschn und Saftverkostungen werden geboten. Und als besonderes Highlight plaudert die bereits 88-jährige Oma Margarete über früher. „Sie erzählt, wie die Arbeit damals ohne Traktor vonstatten ging, wie noch mit Ochsenfuhrwerke die Trauben geerntet wurden und wie es früher beim Heurigen war, als man das Essen noch selber mitbringen musste“, so Birgit Pferschy-Seper.
Ob Frauen die besseren Weinbauern sind? „Nein, das kann man so nicht sagen“, gibt Birgit Pferschy-Seper ehrlich zu. „Aber wir arbeiten vielleicht mehr auf der Gefühlsebene“, so die Winzerin abschließend.
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