Der Salzburger Mirabellgarten wird im kommenden Festspielsommer von einer Schar von 400 goldfarbenen Mozartfiguren geflutet. Der Grund ist aus Anlass des 270. Geburtstags des Komponisten eine Installation des deutschen Konzeptkünstlers Ottmar Hörl. Auch „Pimperl“ spielt eine Rolle ...
Der für seine Scharen von Mini-Figuren bekannte deutsche Konzeptkünstler Ottmar Hörl wird heuer im Sommer den Salzburger Mirabellgarten mit 400 goldfarbenen Mozarts „bevölkern“. Die Internationale Stiftung Mozarteum möchte mit dieser Installation Wolfgang Amadeus Mozart die Reverenz zu dessen 270. Geburtstag erweisen. Zu sehen sein werden die jeweils rund einen halben Meter großen Kunststofffiguren von 16. Juli bis 31. August im Bereich Bastion/Museumspavillon.
Nach 10.000 Bären Unter den Linden in Berlin, 7.000 Dürer-Hasen in Nürnberg oder 800 Luther-Figuren in Wittenberg nimmt sich Hörls Installation „Mozart – Das unbezähmbare Genie“ mit 400 Figuren vergleichsweise klein aus, und sie wird wohl auch weniger Aufregung auslösen als die 1.250 Gartenzwerge im bayerischen Straubing, die im Jahr 2009 den rechten Arm zum Hitlergruß ausgestreckt haben. Zur Diskussion anregen und die Menschen ins Gespräch bringen möchte der Künstler mit den kleinen Mozarts aber doch.
Die Hand auf Familienhund „Pimperl“
„Der konzeptionelle Ansatz stellt nicht nur Mozarts musikalisches Schaffen in den Mittelpunkt, sondern rückt auch dessen menschliche Seite stärker ins Blickfeld“, sagte der Künstler anlässlich der Projektvorstellung am Freitag.
Daher hat Hörl auch den – in vielen Briefen der Mozart-Familie erwähnten – Hund der Mozarts namens „Pimperl“ in seine Überlegungen aufgenommen: Die goldfarbene Skulptur zeigt den Komponisten mit locker ausgestreckter rechter Hand, die linke Hand liegt auf dem Kopf der Hündin, die sich eng an ihn schmiegt.
„Es geht bei dem Konzept nicht um ein klassisches Denkmal, vielmehr um eine Arbeit, die Impulse setzt, die als ein Kommunikationsmodell funktioniert, zum Diskurs einlädt, Menschen miteinander ins Gespräch bringt und Menschen und Orte verbindet.“
Mozarteum-Geschäftsführer Linus Klumpner hob hervor, dass das Projekt nicht nur in den Mozart-Museen stattfindet, sondern dank der Unterstützung der Stadt Salzburg auch den öffentlichen Raum bespielen wird. „Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, Gäste aus aller Welt auch außerhalb der Museumsräume für Mozart zu begeistern und einen Zugang zu seinem Werk auf einer gänzlich neuen Ebene zu ermöglichen.“
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