In Salzburg werden mehr Räder gestohlen als in anderen Städten. Besonders der Hauptbahnhof ist betroffen. Was der Radkoordinator der Stadt für Anrufe erhält und warum nur wenige Fahrräder zu ihren Besitzern zurückfinden.
„Mia hams mei Radl am Bahnhof gestohlen!“ – Solche Anrufe bekommt Markus Huber, Fahrradkoordinator der Stadt Salzburg, häufig. Eigentlich ist das gar nicht sein Thema, in ihrer Verzweiflung melden sich aber viele Radler bei ihm.
Wie berichtet liegt Salzburg laut Daten den VCÖ an der Spitze der österreichischen Städte bei Fahrraddiebstählen. Besonders betroffen: der Hauptbahnhof. Dass solche „Bahnhofsradl“ schnell mal weg sind, erlebt Huber häufig. So werde er auch öfters angefragt, ob er Überwachungsvideos vom Bahnhof herausgeben könnte, um den Täter zu identifizieren. „Aber das geht schon wegen des Datenschutzes nicht!“, sagt Huber.
Wir bekommen Anfragen nach Videoaufnahmen vom Hauptbahnhof. Das geht aber schon wegen des Datenschutzes nicht.
Markus Huber, Fahrradkoordinator der Stadt Salzburg
Er rät dazu, Fahrräder codieren zu lassen. Das kostet um die 20 Euro. „Die Stadt unterstützt verschiedene Systeme zur Registrierung“, sagt Huber der „Krone“. Etwa könnten viele teure E-Bikes beim Hersteller gespeichert werden. Sollten gestohlene Räder wieder auftauchen, können sie in dem Fall wieder identifiziert werden.
Das ist nämlich derzeit das Problem, wie das Fundamt der Stadt der „Krone“ mitteilt. Von den 64 Fundrädern im Jahr 2025 konnten nur die Hälfte zugeordnet werden. Davon gingen nur wenige Räder zum ursprünglichen Besitzer zurück – ein Großteil wurde nach einem Jahr vom Finder des Fahrrads abgeholt.
Schon jetzt sind angesichts der Diebstahlproblematik die Wartelisten für die städtischen Fahrradboxen lang.
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