Neue Ideen gesucht

Asphalt aufbrechen, um mehr Grünräume zu schaffen

Niederösterreich
18.04.2026 11:00

Die Grünen in Wiener Neustadt wollen weniger Asphalt, dafür mehr Begegnungszonen und mehr Grün in die Stadt bringen. Potentielle Plätze dafür gäbe es genug. Die Bürger sollen dabei mitbestimmen dürfen und auch Ideen dazu liefern. 

Mit einer durchaus spannenden Idee lassen momentan die Grünen in Wiener Neustadt aufhorchen. Denn ihrer Meinung nach gibt es in der über 50.000 Einwohner Stadt schon lange zu wenig Grünraum. Unter der Aktion „Mehr Raum für Freude“ haben sie sich zum Ziel gesetzt, zubetonierte Flächen grüner, attraktiver und damit auch geselliger zu gestalten.

5000 Quadratmeter Asphalt und kaum genutzt – hier wäre genug Platz für mehr Grün und ...
5000 Quadratmeter Asphalt und kaum genutzt – hier wäre genug Platz für mehr Grün und Begegnungszonen für Menschen.(Bild: Doris Seebacher)
Neue Wohnhausanlagen verfügen zwar alle über eigene Spielplätze – aber für die Jugend und die ...
Neue Wohnhausanlagen verfügen zwar alle über eigene Spielplätze – aber für die Jugend und die ältere Generation gibt es kaum öffentliche Treffpunkte.(Bild: Doris Seebacher)
Die Grünen sammeln Unterschriften dafür, um einen Initiativantrag dafür im Gemeinderat ...
Die Grünen sammeln Unterschriften dafür, um einen Initiativantrag dafür im Gemeinderat einzubringen. 500 sind dafür notwendig.(Bild: Doris Seebacher)
Der Parkplatz in der Stadtionstraße ist ein Paradebeispiel dafür, dass hier zu viel Asphalt ist. ...
Der Parkplatz in der Stadtionstraße ist ein Paradebeispiel dafür, dass hier zu viel Asphalt ist. Genutzt wird er derzeit nur für Unternehmen, die auf der Baustelle gegenüber beschäftigt sind.(Bild: Doris Seebacher)

Als Beispiel präsentieren sie den 5000 Quadratmeter großen Parkplatz in der Stadionstraße bei der Merkurcity. Er ist im Eigentum der Stadt, steht fast leer und wird derzeit nur als Parkplatz für die Bauarbeiter in der neuen Wohnhausanlage gegenüber genutzt. „Asphalt ist ein Wahnsinn für den Klimawandel“, so Grüne-Chefin Selina Prünster. Auch der Domplatz würde sich für einige „grüne Veränderungen“ bestens anbieten, so Prünster.

Ideen sind auch aus der Bevölkerung willkommen
Ideen für Umgestaltungen gäbe es genug – Kneippbecken, Basketballplatz, kleine Pavillons, Grünpflanzen uvm. Die Grünen kritisieren: „Spielplätze für Kinder gibt es genug, aber wo trifft sich die Jugend oder ältere Leute?“. Auch Katharina Fruhmann verweist darauf, dass die meisten Spielplätze zu privaten Wohnhausanlagen gehören. Sie wünscht sich einen Ort, wo sich verschiedene Generationen begegnen können.

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Es stellt sich dabei immer mehr die Frage: Wer macht das Rennen? Das Auto oder der Mensch?

Grüne Parteichefin Selina Prünster

Überall, wo der gelbe Briefkasten zu sehen ist ,können Ideen für mehr „Freu-Räume“ eingebracht ...
Überall, wo der gelbe Briefkasten zu sehen ist ,können Ideen für mehr „Freu-Räume“ eingebracht werden.(Bild: Doris Seebacher)

Parkhäuser sind nicht ausgelastet
Natürlich bleibt die Gegenfrage: Gibt es nicht ohnehin zu wenig Parkplätze in Wiener Neustadt? Prünster winkt ab – 80 Prozent der Parkhäuser seien längst nicht ausgelastet. Für sie sei es auch eine Frage des Umdenkens: ein paar Schritte mehr zugunsten von Lebensqualität.

Und die Bevölkerung soll mitreden dürfen. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung will man einen Initiativantrag dazu einbringen – 500 Unterschriften sind dazu notwendig.

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