Keine Waffenruhe?

Libanons Präsident lehnt Gespräch mit Netanyahu ab

Außenpolitik
16.04.2026 14:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hatte für Donnerstag Gespräche auf höchster Ebene zwischen Israel und dem Libanon angekündigt. Eine israelische Ministerin bestätigte das, das Büro des libanesischen Präsidenten dementierte aber. Man habe keine Informationen zu einem solchen Gespräch, hieß es dort.

Ein israelischer Rückzug sei jedenfalls ein grundlegender Schritt zur Festigung der Waffenruhe, sagte der libanesische Präsident Joseph Aoun weiter. Man habe von dem geplanten Gespräch mit der israelischen Regierung erst aus den Medien erfahren, teilten libanesische Regierungskreise Donnerstagfrüh zunächst mit. Später hieß es, dass Aoun nicht mit Netanyahu telefonieren werde.

Man führe Verhandlungen mit dem Libanon, sagte Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu am Mittwochabend. Dabei gehe es um die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz und einen dauerhaften Frieden. Beirut, das keine Kriegspartei ist, will eine Waffenruhe und einen dauerhaften Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem Süden Libanons erreichen. Eine Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts über eine Feuerpause wurde am Mittwochabend ohne Beschluss beendet. Die Hisbollah ist nicht nur eine Miliz, sondern auch eine Partei und als diese ein maßgeblicher politischer Faktor im Libanon.

Joseph Aoun
Joseph Aoun(Bild: APA/Associated Press)

Kein Gespräch seit 34 Jahren
Wie berichtet, hatte US-Präsident Donald Trump für Donnerstag Gespräche zwischen den „Anführern beider Länder“ angekündigt. Sie würden erstmals seit rund 34 Jahren wieder miteinander sprechen, sagte er weiter. Er wolle eine „kleine Atempause zwischen Israel und dem Libanon schaffen“. Erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten hatten diplomatische Vertreter Israels und des Libanons am Dienstag in Washington direkte Gespräche geführt, diese endeten jedoch ohne Ergebnis.

Die beiden Länder sind formell seit 1948 im Kriegszustand. Seit Beginn des Kriegs Israels und der USA gegen den Iran Ende Februar hat die pro-iranische, libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder verstärkt. Israels Armee flog daraufhin massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

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