Die Salzburgerin Julia Hagen zählt zu den profiliertesten Cellistinnen ihrer Generation. Sie beschenkte das Publikum im Linzer Brucknerhaus mit einem eindrucksvollen Dvořák-Cellokonzert, auch das Bruckner Orchester wurde bejubelt.
Es war ein Abend mit Seltenheitswert: Das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung des deutschen Dirigenten Philipp von Steinaecker – dessen Großmutter aus Linz stammte – gestaltete einen feinsinnigen und zugleich hochintensiven Konzertabend mit einem rein tschechischen Programm.
Die Ouvertüre zur Oper „Die verkaufte Braut“ von Bedřich Smetana, für viele Instrumentalisten ein gefürchtetes Probespielstück, entfaltete mit Furor und Verve die dramatische Energie der Liebesverwicklungen und übertrug diese unmittelbar in den Saal.
Tief berührendes Musikerlebnie
Auch Bohuslav Martinůs Vierte Symphonie, geprägt von eigenwilligen Rhythmen, zahlreichen Synkopen und einer facettenreichen Klangsprache, wurde differenziert und mit großer Präzision dargeboten.
Den unbestrittenen Höhepunkt des Abends setzte die sympathische Cellistin Julia Hagen, inzwischen Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, mit Antonín Dvořáks berühmtem Cellokonzert. Leidenschaft, virtuose Brillanz, technische Souveränität und große Innigkeit vereinten sich zu einem tief berührenden Musikerlebnis!
Mit einer Zugabe – dem „Intermezzo e Danza Finale“ von Gaspar Cassadó – beschloss die junge Starcellistin den Abend solistisch, spanisch gefärbt und von mitreißender Virtuosität getragen.
Der große Applaus galt nicht zuletzt auch dem Orchester: Besonders hervorzuheben sind die kongenialen Dialoge zwischen der Flötistin Ildikó Deák und Julia Hagen. Auch Konzertmeister Tomasz Liebig sowie der Stimmführer der Violoncelli, Thomas-Michael Auner, überzeugten mit hervorragenden Solobeiträgen.
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