Siegerprojekt

Pläne für Begegnungszone in der Altstadt sind fix

Salzburg
15.04.2026 13:14
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Mit der im Herbst startenden Großbaustelle im Festspielbezirk und der damit verbundenen Sperre des Neutors rückt auch die lange geplante Begegnungszone in der Salzburger Innenstadt ein Stück näher. Am Mittwoch wurde der Siegerentwurf für die geplante Neugestaltung von vier Plätzen samt dazugehöriger Straßen präsentiert.

Ziel ist es, den derzeit vom Autoverkehr dominierten öffentlichen Raum lebenswerter zu machen – auch für die Bewohner der Stadt. Momentan sind auf der Achse zwischen Neutor, Herbert-von-Karajan-Platz, Bürgerspitalplatz, Anton-Neumayr-Platz und Museumsplatz jeden Tag rund 12.000 Fahrzeuge unterwegs. „Wir wollen diesen Durchzugsverkehr um etwa zwei Drittel reduzieren“, erklärte Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste). „Es wird aber keine Fußgängerzone. Die Erreichbarkeit der Altstadt und der Zielverkehr bleiben aufrecht.“ Öffis, Lieferanten, Anrainer, Taxis und Kunden zur Warenabholung werden nach wie vor einfahren können. Auch habe sich gezeigt, dass die Wirtschaft von verkehrsberuhigten Zonen profitiere.

„Schon frühere Stadtregierungen haben das Ziel gehabt, eine Begegnungszone in dem Teil der Altstadt einzurichten“, betonte Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus). So habe etwa die frühere ÖVP-Planungsstadträtin Barbara Unterkofler dieses Ziel verfolgt. Er gehe darum von einem breiten politischen Konsens für das Projekt aus. „In Zukunft werden dann auf 12.000 Quadratmetern Fläche Fußgänger, Anrainer, Radfahrer, Lieferverkehr und Öffis gleichberechtigt unterwegs sein.“ Insgesamt sind laut Dankl 12,8 Mio. Euro für das Projekt budgetiert.

Mehr Grün und Wasser aus dem Almkanal sollen für Abkühlung sorgen
Bei dem europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb hat sich ein Büro aus Ljubljana (Slowenien) durchgesetzt. Der Siegerentwurf von „Ravnikar Potokar arhitekturni biro d.o.o.“ sieht vor allem Granit und Betonstein als zentrales Gestaltungselement vor. Auch die Natur komme nicht zu kurz, betonte Büroleiter Robert Potokar am Mittwoch. „Es geht um das Konzept einer menschenfreundlichen Stadt. Der Verkehr sollte keinen Vorrang haben, vielmehr sollen sich alle Menschen wohlfühlen.“ Vorgesehen sind 30 zusätzliche Bäume und Grünelemente, Trinkwasserbrunnen, neue Sitzgelegenheiten und Spielskulpturen für Kinder. Der unterirdisch fließende Almkanal soll an einer Stelle offengelegt und erlebbar gemacht werden. Das Mehr an Grün und aus dem Kanal gepumptes Wasser werde an Hitzetagen für Abkühlung sorgen, zeigte sich Potokar überzeugt.

Der politische Grundsatzbeschluss für die Gestaltung der Begegnungszone ist noch vor dem Sommer im Gemeinderat geplant, dann soll es in Abstimmung mit der Altstadtkommission und dem Bundesdenkmalamt in die Detailplanung gehen.

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