Eine aktuelle Studie enthüllt die illegalen Finanzgeschäfte der vom Iran unterstützten libanesischen Terrororganisation, deren Arm weit bis nach Österreich reicht. Das Problem: In der EU wurde meist nur der militärische Zweig der Hisbollah verboten, während der politische im Untergrund aktiv ist.
Krieg kostet viel Geld. So ist es kein Wunder, dass die schiitisch-islamistische Hisbollah in Geldwäsche, in den Handel mit Drogen, Kunstwerken und sogenannten Blutdiamanten als auch in den Öl-Schmuggel verstrickt.
Diese Unternehmungen transnationaler Gruppen schlagen gezielt Brücken zwischen Europa, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Afrika. Ein nicht unwesentlicher Aspekt sind dabei Finanzgeschäfte über Kryptowährungen, um Transaktionen schneller und anonymer durchführen zu können.
Die nicht geschlossene Einstufung als Terrororganisation in der EU ermöglicht, Spenden zu sammeln und Geschäfte zu tätigen.

Lina Khatib, Nahost-Expertin Chatham House, London
Bild: DPI
Eine aktuelle Studie der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI) unter der Leitung der britisch-libanesischen Nahost-Expertin Lina Khatib zeigt die globalen Netzwerke der schiitisch-islamistischen Organisation auf, die auch in Österreich aktiv ist. Die meisten EU-Länder, darunter fällt Österreich, haben lediglich den militärischen Flügel der Hisbollah als terroristisch eingestuft. Dadurch werden dem politischen Arm offizielle Aktivitäten ermöglicht.
Die Studie zu den Finanzierungsnetzwerken der Hisbollah macht die Strukturen sichtbar, die längst auch in Europa verankert sind.

Lisa Fellhofer, DPI-Direktorin
Bild: DPI Dokumentationsstelle Politischer Islam
In der Studie sind unter anderem spektakuläre Vorfälle in Österreich dokumentiert. So sorgte die Zerschlagung eines Suchtgiftrings in Salzburg 2021 für Aufsehen. Drehscheibe war eine Pizzeria in Bürmoos, wo die Dschihadisten-Droge Captagon verpackt wurde und dann in das eigentliche Zielland Saudi-Arabien gebracht wurde, da Sendungen aus Europa kaum kontrolliert wurden. Acht Männer fassten Haftstrafen aus.
Auch die Verurteilung eines Hisbollah-Kommandeurs (41) in Klagenfurt 2020 wird analysiert. Da gab es auch kein Erbarmen, als er zum Christentum konvertierte.
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