Prozess in Kitzbühel

Grasser-Privatkonkurs: 23,1 Mio. Euro anerkannt

Tirol
14.04.2026 11:41

Weiter warten heißt es auch am heutigen Dienstag auf ein erstes öffentliches Auftreten von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Am Bezirksgericht Kitzbühel ließ er sich bei seiner Insolvenztagsatzung von seinem Anwalt vertreten. Es ging um Forderungen in Höhe von 35,6 Mio. Euro, davon 23,1 Mio. anerkannt.

Die Insolvenztagsatzung über den Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser am Bezirksgericht Kitzbühel fand am Dienstag ohne den ehemaligen Finanzminister statt. Grasser ließ sich von seinem Rechtsanwalt vertreten. In Summe ging es um Forderungen in Höhe von 35,6 Mio. Euro. Diese waren von acht Gläubigern angemeldet. 23,1 Mio. Euro waren anerkannt. 

Die Republik Österreich ist die Hauptgläubigerin: Zum einen werden 12,9 Mio. Euro an Schadenersatz aus dem Buwog-Strafverfahren begehrt, zum anderen besteht eine Steuerforderung über 10,1 Mio. Euro. Insgesamt 15 Forderungen waren in dem Verfahren gegen den früheren Spitzenpolitiker angemeldet worden.

Seit dem Gerichtstermin steht fest: Grasser, Schuldnervertreter und Masseverwalter geben dieselben Erklärungen zu den Forderungen ab. Bestritten wurde hingegen ein bedingter Anspruch bzw. eine bedingte Forderung über knapp 12,5 Mio. Euro gegen Grasser, die dem Vernehmen nach der ebenfalls im Buwog-Prozess verurteilte Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics gestellt hatte.

Grasser „schwänzte“ auch den Prozess am Kitzbüheler Bezirksgericht.
Grasser „schwänzte“ auch den Prozess am Kitzbüheler Bezirksgericht.(Bild: Christof Birbaumer)

Den Weg des Regresses hält dieser sich damit weiter offen, was bedeutet, sollte Grasser die Forderungen nicht begleichen können, könnte Petrikovics wiederum einen Ersatzanspruch gegen den Ex-Finanzminister stellen.

Zugriff auf Konten in Liechtenstein?
Um das gesamte Vermögen von Grasser verwerten bzw. der Insolvenzmasse hinzufügen zu können, versuchte Insolvenzverwalter Herbert Matzunski auch Konten in Liechtenstein zu „knacken“, die die APA berichtet. Ein gerichtliches Verfügungsverbot über diese Konten verhinderte eine Auszahlung jedoch.

Bislang konnte der Masseverwalter laut dem Gläubigerschutzverband KSV1870 rund 200.000 Euro einbringen. Die Versteigerung von Grassers privaten Gegenständen brachte rund 33.000 Euro in die Insolvenzmasse, heißt es seitens des Österreichischen Verband Creditreform. 

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