Schon in drei Jahren soll eines der größten europäischen Projekte, der „Digitale Euro“ Realität sein. Damit will sich die EU von amerikanischen Kreditkarten-Firmen unabhängig machen. Heimische Unternehmen werden sich hunderte Millionen Euro an Kartengebühren ersparen, erläutern Finanzminister Markus Marterbauer und OeNB-Direktor Josef Meichenitsch im neuen Podcast des Finanzministeriums, der der „Krone“ vorliegt.
Im Moment fließen allein bei Mastercard 14 Milliarden Euro aus Europa in die USA. Das sind Kosten für die europäischen Unternehmen, die sie sich sparen könnten. Für die Konsumenten wird es so sein, dass man mit dem digitalen Euro immer in der gesamten Eurozone bezahlen kann und Transaktionen mit dem digitalen Euro genauso wie Kartentransaktionen immer gratis sein werden.
Verschiedene Formen für den digitalen Euro
Der digitale Euro wird in verschiedenen Formen kommen. Seine Hauptausprägungsform wird eine App in der Banking-App der Hausbank sein. Er wird aber auch als Karte kommen für Menschen, die gerne mit Karten bezahlen, und es wird auch die Möglichkeit einer eigenständigen App geben.
Meichenitsch betont, dass das Bargeld nicht infrage gestellt wird durch die Einführung des digitalen Euro. „In Schweden, wie auch in anderen nordischen Ländern, gibt es mittlerweile auch eine Tendenz zum Rückgang zu Bargeld.“ In Krisensituationen setzen die Menschen gerne auf Bargeld. „Die Nationalbank führt gemeinsam mit der EZB den digitalen Euro, gleichzeitig stellen wir aber auch sicher, dass die Bargeldversorgung auch im ländlichen Raum gewährleistet ist“, so Meichenitsch
Nationalbank stellt 120 Bankomaten auf
„Wir stellen als Nationalbank bis zu 120 Bankomaten in Gemeinden auf, wo die Bargeldversorgung nicht mehr ausreichend gewährleistet ist und wo der Weg zum nächsten Bankomat sehr weit ist. Ich habe das selbst auch schon gemacht. Ich habe selbst auch schon zwei Bankomaten eröffnet in Niederösterreich am flachen Land und es ist für die Menschen dort vor Ort eine extrem wichtige Maßnahme gewesen, wieder Zugang zu den verschiedenen Bezahlmöglichkeiten zu haben.“
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