Vorerst unbenutzbar

OP-Saal in Kepler Uniklinikum stand unter Wasser

Oberösterreich
11.04.2026 15:36

Wasserschaden machte Samstagmorgen zwei Operationssäle im Medcampus Linz vorübergehend unbenutzbar. Chirurgische Eingriffe müssen laut Ärztlichem Leiter Karl-Heinz Stadlbauer jedoch nicht verschoben werden oder gar ausfallen. Laut aktuellem Stand ist bei dem Wassereintritt kein Schaden entstanden.

Das Linzer Kepler Uniklinikum sorgte in den vergangenen Monaten immer wieder Schlagzeilen. So auch am Samstag, doch diesmal aus einem anderen Grund: In den frühen Morgenstunden hatte ein Wassereintritt zwei der 19 Säle im Zentral-OP am Medcampus in Linz geflutet und vorübergehend unbenutzbar gemacht. Ursache war ein technischer Defekt an einer Wasseranlage.

Akutversorgung nie gefährdet
Eines vorweg: Die Akutversorgung sei nie gefährdet gewesen, für etwaige Not-Operationen hätte man ausreichend Kapazitäten gehabt, gab das Klinikum auf Nachfrage bekannt. „Gott sei Dank wurde es schnell bemerkt. Der Wassereintritt konnte rasch gestoppt und betroffene Ausrüstung gereinigt werden, sodass so weit beurteilbar kein Schaden entstanden ist“, ist Karl-Heinz Stadlbauer, der Ärztliche Leiter des Kepler Uniklinikums, erleichtert.

„Unwahrscheinliche Kombination“
Gereinigt deshalb, weil in den OP-Sälen besonders strenge Hygienevorschriften herrschen. „Montag und Dienstag werden wir diese beiden Säle noch nicht verwenden, weil noch ein Wärmeschrank genau überprüft und dafür ausgebaut werden muss“, so Stadlbauer. Das Wasser sei umgeleitet worden, das Problem werde umgehend behoben. Es dürfte sich um eine äußerst unwahrscheinliche Kombination eines Defekts und einer Verstopfung gehandelt haben.

Keine Einschränkungen im Betrieb
Die gute Nachricht: „Es gibt deswegen keinerlei Einschränkungen für den ärztlichen Betrieb. Geplante Operationen müssen nach aktuellem Stand nicht verschoben werden“, konnte der Ärztliche Leiter erste Befürchtungen entkräften.

Gute Zusammenarbeit
Stattdessen lobte er die gute Zusammenarbeit: „Die Kommunikation hat gut funktioniert. Alle Berufsgruppen – Pflege, Ärzte, Reinigungskräfte – haben schnell und kompetent zusammengeholfen. Um 8.20 Uhr habe ich die Erstmeldung bekommen, wenig später gab es bereits die erste Entwarnung.“

„Krone“-Kommentar:
Stresstest im Dauerbetrieb

Das Kepler Universitätsklinikum stand in den vergangenen Monaten immer wieder im medialen Fokus – Grund dafür waren brenzlige Patientennotfälle, dadurch ausgelöste Personaldebatten und organisatorische Baustellen.

(Bild: Krone KREATIV, Alexander Schwarzl)

Der jüngste Wasserschaden im Zentral-OP reiht sich in diese Serie ein. Auch wenn die Versorgung stabil blieb und das Problem rasch bewältigt wurde, entsteht durch die Häufung der Vorfälle ein Bild permanenter Dauerbelastung. Das Klinikum zeigt zwar, dass es unter Druck funktioniert – doch diese Art von Stresstest im Dauerbetrieb ist weder für Ärzte noch für Patienten gesund.

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