Spekulation um Rückzug

Ischler Bürgermeisterin übernimmt einen neuen Job

Oberösterreich
30.05.2026 10:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Bad Ischler SP-Stadtchefin Ines Schiller unterrichtet wieder an der Volksschule Strobl. In der Kaiserstadt wird deshalb sogar über ihren Abschied aus der Politik spekuliert. Der Ex-Bürgermeister und Lebensgefährte von Schiller soll vor einem Comeback stehen. Sie dementiert die Gerüchte vehement. 

Eine Aktualisierung der Homepage der Volksschule Strobl lässt in Bad Ischl die Gerüchteküche brodeln. Auf der Internetseite wird die Bad Ischler SP-Bürgermeisterin Ines Schiller als neue Lehrerin der 1b präsentiert. Nun wird in der Kaiserstadt über einen Rückzug der seit Jänner 2020 amtierenden Stadtchefin spekuliert. Die Debatte heizt zusätzlich auch noch ein kürzlich veröffentlichtes Stelleninserat für eine Sachbearbeiterin in der Kulturservicestelle der Stadt ein. Schiller war vor der Angelobung zur Bürgermeisterin Kultur-Stadträtin.

Verluste bei Wahl 2021
Als neuer und alter Bürgermeister wird Hannes Heide gehandelt. Der Lebensgefährte von Schiller sitzt seit 2019 im EU-Parlament, davor war er zwölf Jahre Stadtchef in Ischl. Gemunkelt wird, dass die Landespartei die Rochade vorantreiben soll. 2021 verlor die SP bei der Gemeinderatswahl fast 14 Prozent und erreichte mit 32,6% hinter der Liste Mathes (34%) Platz zwei.

Zitat Icon

Der Lehrerjob ist ein toller Ausgleich zur Politik. Ich bin jetzt viel entspannter und überlege, ob ich den Job auch nächstes Jahr noch machen soll. 

Ines Schiller, SPÖ-Bürgermeisterin

Schiller schüttelt über die Gerüchte nur den Kopf. „So ein Blödsinn. Aus heutiger Sicht werde ich 2027 wieder kandidieren. Entscheiden werden die Mitglieder Ende des Jahres.“ Zu ihrem Lehrer-Job sagt sie: „Ich habe auch die ersten Monate nach meiner Wahl zur Bürgermeisterin dort als Lehrerin gearbeitet. Mit 11. Mai bin ich wieder wegen eine Langzeit-Krankenstandes eingesprungen.“ 

Lehrerin für sieben Stunden 
Pro Woche unterrichtet sie nun sieben Stunden vor ihrem Dienstantritt in Ischl. Die Stelle der Kultursachbearbeiterin ist für Schiller überhaupt kein Thema. „Eine Mitarbeiterin hat gekündigt. Wir suchen eine Nachfolgerin und haben die Stelle ausgeschrieben.“ 

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