49 Jahre Leidenschaft

Eine Kunstlegende in St. Pölten feiert Jubiläum

Niederösterreich
11.04.2026 10:21

Seit fast einem halben Jahrhundert prägt Karl-Heinz Maringer das Kunstleben in St. Pölten! Eine Legende lebt und feiert. . .

Manche Ideen wirken am Anfang wie ein charmantes Hirngespinst. „Diese Stadt braucht eine Galerie…“ – als Karl-Heinz Maringer das 1977 sagte, dürfte so mancher milde gelächelt haben. Heute weiß man: Der kunstsinnige Jüngling hatte recht. Und wie.

Denn seit 49 Jahren wirbelt die Galerie Maringer durch das Kulturleben von St. Pölten – und das mit einer Mischung aus Unbeirrtheit, Stil und einer guten Portion künstlerischem Sendungsbewusstsein. Was einst mit einem Ölbild begann – mühsam zusammengespart und gekauft in Mahringers Studentenzeit in Linz – ist heute eine Institution, die zeigt: Große Kunst braucht keinen Großstadtlärm, sondern Menschen mit Vision.

Los ging’s am Riemerplatz – im kleinen, feinen „Salon für Kunst und Kommunikation“, wo Neugier wichtiger war als Quadratmeter. Weiter zog die Galerie in die Schreinergasse, die dank kunstvoll gestalteter Schaufenster plötzlich zur „feinen Gasse“ wurde – ein Treffpunkt für Flaneure, Künstler und all jene, die zufällig über Kunst stolpern wollten. Und seit mehr als 20 Jahren schließlich der Herrenplatz: mitten im Herzen der Stadt, wo Maringer längst angekommen ist – und doch nie stehen bleibt.

Anno dazumal: Seit den 1970er Jahren bringt Maringer (in der Mitte) Künstler nach St. Pölten.
Anno dazumal: Seit den 1970er Jahren bringt Maringer (in der Mitte) Künstler nach St. Pölten.(Bild: Galerie Maringer)

Tochter am Ruder
Mittlerweile steht mit Tochter Maxi Maringer die nächste Generation am Ruder – und sorgt dafür, dass der Laden nicht nur weiterläuft, sondern auch ordentlich Fahrt aufnimmt. Frischer Blick trifft auf väterliche Erfahrung, Zukunft auf gelebte Geschichte. Oder anders gesagt: Hier wird nicht verstaubt, hier wird weitergedacht.

Am Samstag wird gefeiert
Und gefeiert wird natürlich auch – wie es sich gehört. Heute, Samstag, ab 16 Uhr wird der Herrenplatz zur kleinen Festspielzone der Kunst. Drinnen wie draußen warten Highlights aus der Galeriegeschichte: Werke von Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Hans Staudacher, Markus Prachensky und Martha Jungwirth - klingende Namen, die hier ganz entspannt auf neugierige Blicke treffen.

Dazu gibt’s, ganz unprätentiös, feine Happen von Marchhart, gute Tropfen von Thorsten Garn und den swingenden Sound der Bohemian Dixielanders. Kurz gesagt: ein Fest, bei dem man nicht nur Kunst schaut, sondern mittendrin landet.

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