Als der Wüterich im Weißen Haus vor einem Monat die ersten Raketen Richtung Teheran abschoss und es hieß, die Mullahs würden als Retourkutsche die Straße von Hormus schließen und so ein Gutteil der Erdöllieferungen nach Europa blockieren, ging es blitzschnell: Über Nacht stiegen die Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen auf Rekordhöhe. Nun, da die Passage wieder geöffnet wird und die Rohölpreise schlagartig massiv gesunken sind, rührt sich kaum etwas. Benzin und Diesel bleiben weiter sündteuer.
EINERSEITS lassen uns die Ökonomen wissen, dass die Märkte eben so seien: Jedes Risiko werde schnell eingepreist, jede Entspannung hingegen wirke sich bestenfalls mittel- bis langfristig aus.
ANDERERSEITS muss sich der Bürger tatsächlich „verarscht“ fühlen. Da debattiert unsere Regierung heftigst darüber, wie sie die Spritpreise bremsen könne. Dann als erste Maßnahme, dass nur dreimal wöchentlich der Preis an den Tankstellen erhöht werden dürfe. Ergebnis, die Preise steigen dreimal wöchentlich sprunghaft. Dann die Spritpreisbremse, die sich als Phantom erweist, weil sie an einer Zapfsäule kaum bemerkbar ist. Und nun die Entspannung auf den Weltmärkten mit massiv gesunkenen Rohölpreisen, und alles bleibt hierzulande gleich teuer.
Logisch ist das Ganze nicht: Maximieren die Konzerne hier ihre Gewinne oder holt sich die Regierung ein Körberlgeld durch erhöhte Steuereinnahmen? Der Blöde ist jedenfalls der Bürger.
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