Auch zu Ostern sollte die Lawinensituation auf den Bergen keinesfalls unterschätzt werden – das beweisen aktuelle Ereignisse in Tirol! Am Karfreitag gab es schon Einsätze im Außerfern, wo es einen Verletzten zu beklagen gab, und im Stubaital. Bereits am Donnerstag gab es Lawinenalarm in der Axamer Lizum. Letztlich konnte dort aber Entwarnung gegeben werden. Erhöhte Vorsicht ist weiter geboten.
Kurz vor 12.30 Uhr meldete die Leitstelle Tirol den Lawinenabgang im Außerfern. Schauplatz war der Kreuzkopf (rund 1910 Meter) in den Ammergauer Alpen im Grenzgebiet zu Deutschland. Ein Wintersportler (34) aus Deutschland wurde dabei verletzt und mit dem Hubschrauber ins Bezirkskrankenhaus Reutte geflogen, hieß es. Vier weitere Personen kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt.
Einsatz auch im Stubaital
Am Karfreitag nachmittags gab es auch Lawinenalarm im Stubaital. Im Bereich Hinterer Wilder Turm wurde ein Lawinenabgang gemeldet. Ein Wintersportler (Alter unbekannt) aus den USA wurde dabei verletzt. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber abtransportiert, hieß es von der Polizei auf „Krone“-Nachfrage. Sein unverletzter Begleiter wurde mit dem Polizeihubschrauber Libelle Tirol geborgen.
„Negativlawine“ in der Axamer Lizum
Auch am Donnerstag gab es Lawinenalarm: Ein deutscher Skitourengeher meldete bei der Leitstelle Tirol einen Lawinenabgang in der Axamer Lizum – von der Ampfersteinscharte Richtung Lizumer Kar. Es konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass es Verschüttete gibt.
„Der Melder führte bereits eine Suche mittels LVS durch und konnte kein Signal feststellen“, berichtete die Polizei. Die Alpinpolizei und die Crew des Notarzthubschraubers C1 führten ebenfalls eine Suche bzw. einen Sichtungsflug durch. Ohne Ergebnis.
Entwarnung nach Flug und Zeugenaussagen
„Da es keine Anzeichen auf Verschüttete gab und zwei weitere Skitourengeher als Zeugen ausfindig gemacht werden konnten, die ebenfalls keine Personen wahrnahmen, wurde die Suche beendet“, so die Ermittler.
Vorsicht auch über die Osterfeiertage
Am Karfreitag herrschte auf Tirols Bergen verbreitet Lawinenwarnstufe 2 von 5 – also mäßige Gefahr. Dennoch sollten Wintersportler die Situation im freien Gelände nicht unterschätzen. Auch über die Osterfeiertage ist abseits der gesicherten Pisten Vorsicht geboten.
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