„Zu alt, zu fett“

Stefanie Giesinger rechnet mit der Modelbranche ab

Society International
02.04.2026 14:20

Stefanie Giesinger holte sich 2014 den Sieg bei „Germany‘s Next Topmodel“ und gehört seitdem zu Deutschlands berühmtesten Models. Doch jetzt rechnet die 29-Jährige in ihrem Podcast knallhart ab – mit der Modelbranche, ihrem Magerwahn und falschen Idealen.

„Ich wurde ausgeladen“, schilderte Giesinger im Podcast „G Spot“ jetzt, dass sie plötzlich Jobs verloren habe. Dabei habe sie einfach Lust darauf gehabt, „wieder mehr zu modeln“ und sei sogar für drei Shows auf den großen Fashion Weeks – unter anderem in Mailand – gebucht gewesen. Und zunächst verlief auch alles nach Plan ...

Körper wie jene von Zehnjährigen
Doch dann der Schock: Backstage habe sie plötzlich nur noch Models gesehen, die deutlich dünner waren als sie. „Ich hatte genauso einen Körper, als ich sieben bis zehn war“, zog Giesinger einen erschreckenden Vergleich. „Ich würde sagen, dass in den letzten Jahren das Körperideal noch mal dünner wurde.“

Ex-„GNTM“-Siegerin Stefanie Giesinger ist sich sicher: Sie hat Model-Jobs nicht bekommen, weil ...
Ex-„GNTM“-Siegerin Stefanie Giesinger ist sich sicher: Sie hat Model-Jobs nicht bekommen, weil sie in den Augen der Verantwortlichen „zu alt, zu fett“ sei.(Bild: APA-Images / Action Press / Frederic Kern)

Anfangs habe ihr der Designer noch Komplimente gemacht. Doch dann sei der Anruf gekommen: In letzter Minute entschieden sich die Verantwortlichen der Fashion Show gegen Giesinger und für ein anderes Model.

In Tränen ausgebrochen
„Meine Welt ist zusammengebrochen“, verriet Giesinger jetzt. „Und was auch immer die Gründe dafür sind, all meine Unsicherheiten wurden hochgeholt: Ich bin jetzt zu alt, ich bin jetzt zu fett, ich kann kein Model sein.“

Zurück im Hotelzimmer sei sie in Tränen ausgebrochen. Mit ihrer Vermutung habe sie nämlich richtig gelegen: Das Model, das ihren Job ergattern konnte, sei deutlich dünner, deutlich jünger gewesen. Und habe somit dem neuen Ideal der Modebranche entsprochen. 

Gefährliches Ideal
Ein Trend, den Giesinger als gefährlich einschätzt. „Ich kann euch sagen, 80 bis 90 Prozent werden leider nicht mehr ihre Periode haben, es ist kein gesundes Schönheitsideal.“ 

Ein Ideal, bei dem Giesinger nicht mitmachen will. „Ich habe einen gesunden Körper und ernähre mich überwiegend gesund“, unterstrich sie. „Und wenn das bedeutet, ich passe halt nicht mehr in die XS, dann ist das für mich auch vollkommen fein – und ich muss mich jetzt nicht diesem neuen, schlanken Körperideal fügen, das ich wahrgenommen habe bei der Fashion Week.“

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