Frau (70) erschlagen

Schweres Erdbeben vor der Küste Indonesiens

Ausland
02.04.2026 10:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein schweres Erdbeben hat Indonesien erschüttert. Eine 70 Jahre alte Frau wurde dabei getötet. Zunächst wurde auch vor einem Tsunami gewarnt.

Die Frau wurde in der Stadt Manado im Norden der Insel Sulawesi von herabstürzenden Trümmern erschlagen, berichteten Rettungskräfte. Ein weiterer Mensch brach sich bei einem Sprung aus einem Gebäude das Bein. Mehrere Gebäude, darunter ein Sportkomplex in Manado, wurden beschädigt. Ein Krankenhaus musste evakuiert werden.

Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,4 in einer Tiefe von 35 Kilometern. Das Zentrum lag demnach zwischen dem Norden Sulawesis und den östlich gelegenen Nord-Molukken, einer Provinz der Inselgruppe Molukken. Die Behörden lösten für die Inseln rund um die Molukkensee daraufhin eine Tsunami-Warnung aus, die wenig später aber wieder aufgehoben wurde.

Die Karte zeigt das Epizentrum eines Erdbebens in Indonesien mit einer Stärke von 7,4 nahe der Insel Sulawesi. Die Lage des Erdbebens wird durch konzentrische Kreise markiert. Es sind umliegende Länder wie Malaysia und die Philippinen sowie wichtige Inseln wie Sumatra, Borneo und Java eingezeichnet. Quelle: APA.

Kleinere Flutwellen erwartet
Nach Angaben des US-Tsunamiwarnsystems bestand zunächst die Möglichkeit von Flutwellen im Umkreis von bis zu 1000 Kilometern. Für Teile der indonesischen Küste wurden Wellen von 30 Zentimetern bis zu einem Meter über dem normalen Pegel prognostiziert. Auch Küsten auf den Philippinen und in Malaysia könnten betroffen sein. Die Gefahren wurden jedoch als gering eingestuft.

Die indonesischen Behörden gaben die Stärke des Bebens zunächst mit 7,6 an. Erste Messungen zu Stärke und Tiefe eines Bebens weichen oft leicht voneinander ab und können später manuell korrigiert werden.

Erinnerungen an Katastrophe von 2004
Der weltgrößte Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher sehr häufig. Speziell in Indonesien kommt es oft zu Naturkatastrophen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst. Etwa 230.000 Menschen in zahlreichen Ländern kamen ums Leben.

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