In Energy-Drink

US-Studentin (21) starb nach Überdosis Koffein

Ausland
02.04.2026 10:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine US-Studentin ist nach dem Konsum eines koffeinhaltigen Energy-Drinks, den sie am Gelände ihrer Uni trank, gestorben. Die 21-jährige Sarah Katz hatte eine Herzkrankheit und verzichtete eigentlich streng auf Koffein. Ihre Eltern fordern nun eine bessere Kennzeichnungspflicht für solche Getränke.

Sarah musste wegen ihrer Krankheit auf vieles verzichten – Achterbahnfahren war beispielsweise für junge Frau aus New Jersey ein Tabu. Auch auf Kaffee verzichtete die Studentin konsequent, obwohl ihr die Ärzte diesen sogar in modereaten Mengen erlaubt hätten. Von Energy-Drinks rieten diese jedoch streng  ab  – und die junge Frau hielt sich auch stets daran. 

Getränk enthielt fast die empfohlene Maximal-Tagesdosis an Koffein
Doch im Jahr 2022 besuchte sie eine Restaurantkette an dem Campus der University of Pennsylvania und trank eine Limonade – offenbar ohne zu wissen, dass diese für sie gefährlich sein könnte. Denn die „Charged Lemonade“ enthielt 390 Gramm Koffein – nur knapp weniger als die empfohlene maximale Tagesdosis für Erwachsene (400 mg). Das entspricht der Menge, die ein Red Bull und ein Monster Energy gemeinsam aufweisen, wie die „New York Post“ berichtet.

Sarah, die einen Betablocker nahm, um ihren Puls niedrig zu halten, erlitt nach dem Lokalbesuch eine Herzrhythmusstörung, die letztendlich zum Tod führte. Für ihre Eltern ist klar, dass diese durch das Getränk ausgelöst worden sein muss. Sie klagten die Restaurantkette, denn der Energy-Drink sei neben „koffeinfreien und/oder koffeinarmen Getränken“ beworben worden, wie es in der Klage heißt. 

Die Studentin litt an dem Long-QT-Syndrom – schon beim Auftreten der ersten Episode können Betroffene bereits daran sterben. Sarah hatte Glück, als sie im Alter von fünf Jahren einen Krampfanfall erlitt und ins Spital eingeliefert werden musste. Ihre Mutter Jill ließ damals nicht locker, bis die Ursache für den Vorfall gefunden wurde. Laut ihren Ärzten sei die Krankheit jedoch mit Medikamenten gut behandelbar, wenn man auf Aktivitäten und Lebensmittel verzichtet, die als Auslöser gelten. 

Kampf um Kennzeichnung von Koffein-Getränken
Seit dem tragischen Tod ihrer Tochter setzen sich die Eltern dafür ein, dass koffeinhaltige Getränke besser gekennzeichnet werden. Sie fordern klare Angaben für Getränke auf der Speisekarte, die mehr als 150 mg Koffein beinhalten. Jill Katz, die auch Anwältin ist, wirft zudem den Herstellern von Energy-Drinks vor, mit ihrer Werbung gezielt Jugendliche anzusprechen, um diese süchtig zu machen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt