Die Goldhaubenträgerinnen in der Mozartstadt feiern ihren 70. Geburtstag. Mit einem besonderen Blickfang vor dem Salzburger Heimatwerk gaben sie den Startschuss für das Jubiläumsjahr – und suchen Nachwuchs. Die Tradition wird schon seit Generationen überliefert.
Aufwendig hergestellte Goldhauben funkeln schon von weitem. Sie sind mit Goldfäden, Perlen und Stickereien reich verziert – ein festliches Statussymbol für die Damenwelt, dessen Ursprünge bis ins 17. und 18. Jahrhundert zurückgehen. „So bald ich die Goldhaube bei Ausrückungen trage, bewege ich mich anders. Das macht etwas mit einem“, meint Rosemarie Grabner, Schriftführerin bei den Trägerinnen der Mozartstadt, die heuer 70 Jahre seit Gründung feiern.
Wir reihen uns in eine ganz besondere Tradition ein.
Beatrix Cohausz, Vize-Obfrau
Zum Auftakt zogen sie am Mittwoch ein überdimensionales Exemplar mit Styropor-Kern und Goldbesatz zum Heimatwerk, wo ab Freitag eine Ausstellung zur kostbaren Tradition zu sehen ist. Die „Riesen-Goldhaube“ soll vor dem Haus für Aufmerksamkeit sorgen, wie Vize-Obfrau Beatrix Cohausz betont. „Wir reihen uns in eine große Tradition ein.“
Gezeigt werden vergoldete Prachtexemplare, wie etwa jene aus der echten Trapp-Familie (bekannt aus dem Film „Sound of Music“), historische Dokumente, wie etwa Parallelen zum Dragonerhelm, den Soldaten im 18. und 19. Jahrhundert trugen, oder Ausblicke in die Zukunft.
Verein will nächste Generation begeistern
Schmerzlich ist der Mangel an Nachwuchs. Üblich sei laut Überlieferung, dass Goldhauben an Schwiegertöchter weitergegeben werden. Es sind aber auch Damen ohne Familienerbe willkommen.
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