Südweststeiermark

Ohne Regiomobil wird „letzte Meile“ zur Last

Steiermark
31.03.2026 18:00

Ab 1. April fährt das Mikro-ÖV-System Regiomobil in Leibnitz und Deutschlandsberg nicht mehr. Derartige Modelle werden aber vor allem für ältere Menschen immer wichtiger. In Leibnitz wurde bereits ein Nachfolge-Modell gefunden.

Ganze sechs Jahre lang kamen rund 260.000 Steirer in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg durch das Anrufsammeltaxi Regiomobil an ihr Ziel. Damit ist jetzt Schluss. Mit Mittwoch wird das Mikro-ÖV-System eingestellt und die Bewältigung der „ersten und letzten Meile“ wird vor allem für Ältere wieder zur Herausforderung.

Aber von vorne: Regiomobil wurde im Jahr 2020 ins Leben gerufen und ergänzte den bestehenden öffentlichen Linienverkehr der Region. Der Fokus lag dabei auf der „ersten und letzten Meile“, also dem Weg zwischen Wohnort und Haltestelle, aber auch Fahrten zum Arzt oder Einkaufen gehörten zum Angebot. Das Ganze noch dazu zu einem relativ günstigen Fahrpreis.

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Dass es das Regiomobil jetzt nicht mehr gibt, trifft vor allem ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind. Der Bedarf für derartige Modelle wird immer größer.

Marcus Pirker, Verein Fahrgast Steiermark

Nicht genug Förderungen
Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen entschied sich die Region Südweststeiermark aber bereits im vergangenen November dazu, das Angebot einzustellen. „Es wären mehr Förderungen nötig gewesen, damit das Modell so weitergeführt hätte werden können. Die gab’s aber nicht“, erklärt Ulrike Elsneg vom Regionalmanagement Südweststeiermark.

„Das trifft vor allem ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind und den Weg bis zur nächsten Haltestelle nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen können“, sagt Marcus Pirker vom Verein Fahrgast Steiermark. Nun liege es in den Händen der Gemeinden, alternative Lösungen zu finden, um die Mobilität der älteren Generation weiterhin zu erhalten.

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Die Kooperation mit dem Taxiunternehmen Remmo ist eine gute Alternative. Wichtig ist sie vor allem da, wo der öffentliche Verkehr nicht so gut ausgebaut ist.

Daniel Kos, Bürgermeister Leibnitz

Neue Lösung spart Kosten
Eine derartige Alternative gibt es ab Mittwoch bereits in Leibnitz. „Wir waren seit November auf der Suche nach einem Ersatz. Das Taxiunternehmen Remmo ist dann auf uns zugekommen und hat uns mit seinem Vorschlag überzeugt“, erzählt Bürgermeister Daniel Kos (FPÖ). Das neue Modell funktioniert dabei gleich wie Regiomobil: Die bekannten Haltestellen und Betriebszeiten des Vorgängers werden beibehalten, der Tarif wird angepasst. Für Kos ist das eine erfreuliche Lösung: „Als Stadt zahlen wir auch hier einen Beitrag dazu. Bei gleichbleibendem Service für die Fahrgäste kommt es für uns aber zu Einsparungen in der Höhe von rund 120.000 Euro.“

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