Die Goldbarren und Münzen waren als Weihnachtsgeschenke für den Enkel gedacht, fielen dann leider aber Kriminellen in die Hände. Ein rumänischer Pfleger, der einen betagten Innviertler betreut hatte, gilt als Haupttäter. Gemeinsam mit zwei Landsleuten soll er Beute im sechsstelligen Euro-Bereich gemacht haben.
Der Innviertler Pensionist wollte seinem Enkel zu Weihnachten eine Freude machen. Er kaufte Goldbarren und Münzen, versteckte sie in einer Schublade. Sein rumänischer Pfleger (41), der seit Oktober 2025 bei ihm angestellt war, dürfte heimlich aber die Räume durchsucht haben. Dabei entdeckte er auch das Gold im sechsstelligen Euro-Wert, dass bei ihm Besitzergelüste weckte.
Am 20. Oktober 2025 beendete der 41-Jährige seine Tätigkeit und fuhr zurück in die Heimat. Nur fünf Tage später kam er allerdings mit zwei Komplizen (23 und 38) zurück in den Bezirk Schärding. Während der 38-Jährige im Auto wartete, öffneten die beiden anderen Rumänen dank der ihnen mitgeteilten Zahlenkombination den Zugang zu den Wohnräumen. Sie schlichen sich zum Versteck und stahlen Goldbarren und Münzen. Mit ihrer wertvollen Beute fuhr das Trio dann sofort wieder zurück in die Heimat.
Bezahlung in Gold
Der Hauptverdächtige soll seine beiden Komplizen mit jeweils einem Goldbarren bezahlt haben, er selbst nahm den Großteil der Beute und verkaufte sie einem Hehler.
Über den Hauptverdächtigen wurde U-Haft verhängt. Seinen Komplizen waren Mitläufer, daher wurden sie auf freiem Fuß angezeigt.
Franz Joseph Zimmer, Sprecher Staatsanwaltschaft Ried
Der Enkel entdeckte im Dezember schließlich den Diebstahl und erstattete Anzeige. In Kooperation mit der Kriminalpolizei Temesvar und unter Mithilfe des österreichischen polizeilichen Verbindungsbüros in Bukarest wurde am 4. März über Auftrag der Staatsanwaltschaft Ried/Innkreis im Beisein der österreichischen Ermittlungsbeamten eine Hausdurchsuchung bei dem verdächtigen Pfleger durchgeführt. Seine beiden Komplizen legten umfassende Geständnisse ab, während der 41-Jährige die Höhe der Beute bestritt.
Zweiter Diebstahlversuch scheiterte
Bei den Vernehmungen stellte sich heraus, dass das Trio noch ein weiteres Mal zu dem Einfamilienhaus des Pensionisten, der in einem kleinen Ort im Bezirk Schärding lebt, gefahren war, um weitere Wertgegenstände zu stehlen. Allerdings blieb es nur beim Versuch, denn der Zugangscode war geändert worden.
Gegen den 41-Jährigen wurde wegen schweren Diebstahls (die Strafdrohung liegt zwischen einem und zehn Jahren Gefängnis) ein Europäischer Haftbefehl ausgestellt, der in Rumänien sofort vollzogen wurde. Der Mann wurde am 27. März nach Österreich ausgeliefert. Er sitzt nun in der Justizanstalt Ried in U-Haft. Seine Komplizen wurde auf freiem Fuß angezeigt. Von der Beute fehlt leider jede Spur.
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