Trotz Anstieg in Wels:

Zahl der Betretungsverbote nach Gewalt gesunken

Oberösterreich
30.03.2026 14:00

Im Vorjahr wurden im Gewaltschutzzentrum OÖ um 54 Opfer weniger betreut als im Jahr zuvor. Doch die Bilanz der Opferschutzstelle hat noch mehr Interessantes zu bieten: Auch 800 Männer wurden beraten, und die Zahlen in Wels sind massiv angestiegen. 

Auch wenn die Zahlen seit zwei Jahren leicht sinken, noch immer ist die Zahl jener, denen in Beziehungen Gewalt angetan ist, viel zu hoch. Das zeigt die Bilanz des Gewaltschutzzentrums OÖ für das Jahr 2025. Dort wurden im vergangenen Jahr 3899 Opfer betreut, das sind nur 54 weniger als 2024.

Auch Männer beraten
Frauen machen den überwiegenden Teil aus, aber auch 802 Männer wandten sich an die Einrichtung, dazu (erstmals ausgewiesen) zwei diverse Personen. In immerhin 2423 Fällen kam es in der Folge auch zu einem Betretungs- und Annäherungsverbot. „Das spricht die Polizei aus, dann kann innerhalb von zwei Wochen beim Bezirksgericht eine Verlängerung beantragt werden“, sagt Eva Schuh, Leiterin des OÖ Gewaltschutzzentrum.

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Weil im Fall einer anstehenden Scheidung eine besondere Gefahr besteht, kann das Rückkehrverbot verlängert werden.

Eva Schuh, Leiterin Gewaltschutzzenrum OÖ

Stärkster Anstieg in Wels
Interessant sind auch die Bezirkszahlen. Die meisten Wegweisungen gab es mit 610 in der Landeshauptstadt Linz, aber hier gingen die Zahlen zurück. Ganz im Gegensatz zu der Stadt Wels. Dort nämlich gab es den stärksten Anstieg. 2024 waren es 157 Wegweisungen, im vergangenen Jahr schon 203.

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