Bis Freitag

Aufständische in Donezk verkünden Waffenruhe

Ausland
23.06.2014 20:20
Im Ukraine-Konflikt haben am Montag auch die prorussischen Separatisten im Raum Donezk eine Waffenruhe verkündet. Die Aufständischen in dem Gebiet würden als Reaktion auf den Friedensplan von Präsident Petro Poroschenko ebenfalls das Feuer bis zum Freitag einstellen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier brach indes zu einem Besuch nach Kiew auf.

"Als Reaktion auf die von Kiew erklärte Feuerpause versprechen wir eine Waffenruhe von unserer Seite", zitierte die Nachrichtenagentur Itar-Tass am Montag den Separatistenführer Alexander Borodai von der selbstproklamierten Volksrepublik Donezk. "Die Waffenruhe wird bis zum 27. Juni andauern." "Wir hoffen, dass während der Feuerpause Verhandlungen über eine Friedensregelung beginnen können", so Borodaj. Donezk gilt als wichtige Hochburg der militanten Gruppen.

Gespräche mit Anführern der moskautreuen Separatisten
In der ostukrainischen Großstadt hatten sich zu Mittag überraschend Vertreter Russlands und der OSZE mit Anführern der moskautreuen Separatisten getroffen. Die Feuerpause sei ein Ergebnis dieser Verhandlungen, sagte der ukrainische Ex-Präsident Leonid Kutschma danach. Er hatte mit einem Mandat von Staatschef Poroschenko an dem Treffen teilgenommen. Im Ringen um Frieden hatte der prowestliche Poroschenko zuvor gemäßigten Aufständischen Gespräche angeboten.

Auch Russlands Botschafter Michail Surabow und die Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini von der OSZE waren nach Donezk gereist. Im Hintergrund hatte der ukrainische Politiker Viktor Medwedtschuk agiert. Der prorussische Oligarch, der auf der Sanktionsliste der USA steht, war von Russlands Präsident Wladimir Putin vor Kurzem als möglicher Vermittler in dem Konflikt genannt worden. Russland hatte stets Gespräche aller Seiten im krisengeschüttelten Nachbarland gefordert.

Poroschenko ordnete Waffenruhe an
Präsident Poroschenko hatte am Freitag eine einwöchige Feuerpause der Armee angeordnet. Die Waffenruhe ist zentrales Element eines 15 Punkte umfassenden Friedensplans in der früheren Sowjetrepublik.

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