Dorit Wiener starb im 60. Lebensjahr beim Amoklauf in Graz. Bei Schülern und Kollegen war sie gleichermaßen beliebt. Nun erinnert ein Stipendium an die Lehrerin mit dem großen Herz.
Der 10. Juni 2025 ist als einer der schwärzesten Tage in die Geschichte der Steiermark eingegangen: An jenem sonnigen Dienstagvormittag richtete ein 21-Jähriger aus Kalsdorf im Grazer BORG Dreierschützengasse ein Blutbad an und erschoss neun Schüler und eine Lehrerin.
Dorit Wiener stand im 60. Lebensjahr, als sie an ihrem Arbeitsplatz Mörderhand zum Opfer fiel: Sie befand sich in einer jener beiden Klassen, in der Artur A. das Feuer eröffnete. In Erinnerung an die Pädagogin, die bei ihren Schülern und Kollegen gleichermaßen beliebt war, richteten Stadt Graz und Karl-Franzens-Uni nun ein Gedenkstudium ein, das vor allem Lehramtsstudenten die Möglichkeit geben soll, internationale Erfahrungen zu sammeln.
Ganz im Sinne Dorit Wieners, wie ihr Sohn Peter bei der offiziellen Unterzeichnung des Pakts betonte: „Es war meiner Mutter immer ein Anliegen, dass wir Kinder unseren Horizont erweitern und etwas von der Welt sehen.“
Die Steirerin begann 1983 ihr Lehramtsstudium an der Uni Graz, unterrichtete nach der Sponsion zunächst in Eisenerz und wechselte 1995 dann ans BORG Dreierschützengasse, wo sie die Fächer Englisch und Deutsch unterrichtete.
Vertrauensverhältnis zu den Schülern
Der Beruf als Berufung: Die außergewöhnliche Fähigkeit, ihr Wissen weiterzugeben, sowie das Vertrauensverhältnis, das sie zu ihren Schülern aufbaute, werden von vielen gewürdigt. „Dorit Wiener war eine besondere Frau, die vielen Menschen etwas mitgeben konnte“, zollt Bürgermeisterin Elke Kahr der Verstorbenen Respekt.
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