Das für Samstag prognostizierte Schönwetter mit steigenden Temperaturen gibt den Tiroler Gemüsebauern, deren Früchte derzeit noch unter dem Schnee der vergangenen Tage liegen, Hoffnung. Die Lawinenexperten befürchten hingegen ein „heißes“, weil unfallträchtiges Wochenende.
Die ungewöhnlichen Neuschneemengen und tiefen Temperaturen der vergangenen Tage haben den unzähligen Hobbygärtnern und Kleingartenbesitzern im Land Sorgenfalten bereitet. Schnee auf blühenden Marillenbäumen, auf Sträuchern, die ihre Blätter bilden, und auf aus der Erde sprießenden Blumen sorgt für stark erhöhten Puls.
Manfred Putz, Chef vom „Grünen Tirol“, dem Verband der Tiroler Obst- & Gartenbauvereine, beruhigt diejenigen, die zittern. „Ich sehe keine großen Probleme“, sagt der Experte im Gespräch mit der „Krone“. Bei den Obstbäumen würden derzeit praktisch nur die Marillen blühen, die könne man durch das Anbringen eines Vlieses schützen.
Die Schneedecke ist für den Wasserhaushalt eher gut. Beim Schmelzen kommt Feuchtigkeit in den Boden.

Manfred Putz, Geschäftsführer „Grünes Tirol“
Bild: Die Fotografen
Schneedecke bereitet Probleme
Tulpen und Narzissen und austreibenden Sträuchern würden die aktuellen Verhältnisse nichts ausmachen. Der Schnee sei zum Glück gerade noch zur rechten Zeit gefallen. Putz: „Zehn Tage später hätten wir unter anderem Bruchschäden an Bäumen und Sträuchern verzeichnet.“
Weniger entspannen können sich die Gemüseproduzenten. „Die Schneedecke bereitet Probleme“, schildert Andreas Norz jun. vom Ulrichshof in Hall: „Wir können Spinat, den wir jetzt bräuchten, aktuell nicht ernten.“ Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Schneelast den Spinat beschädige. Ein ähnliches Ernteproblem gebe es bei den Jungzwiebeln. Norz hofft, dass deutliche Plusgrade am Samstag den Schnee quasi wegfressen.
Schönwetter und erhebliche Lawinengefahr – Stufe 3!
Die Lawinenexperten blicken hingegen sorgenvoll auf den Samstag mit angekündigtem Schönwetter. Durch den Neuschnee in Kombination mit Wind und dem schlechten Schneedeckenaufbau ist die Lawinengefahr erheblich – Stufe 3. „Wir empfehlen, defensiv unterwegs zu sein und auf Gefahrenzeichen zu achten – etwa frische Lawinen in der Nähe“, sagt Norbert Lanzanasto vom Lawinenwarndienst Tirol.
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