Die Lawinengefahr bleibt in Tirol auch am Freitag groß – Stufe 4! Gleichzeitig wächst die Sorge vor einem regelrechten Unfallwochenende, denn für Samstag ist Schönwetter vorhergesagt. Viele Wintersportler wird es ins Freie abseits der gesicherten Pisten ziehen.
Bis zu 70 Zentimeter Neuschnee fielen seit Mittwochnachmittag in einigen höheren Regionen Tirols, flächendeckend waren es zwischen 30 und 50 Zentimeter – in Kombination mit teils orkanartigen Stürmen. Kein Wunder, dass große Lawinengefahr herrschte.
Lage bleibt brandgefährlich
An der brandgefährlichen Situation wird sich am Freitag nichts ändern. „In den Tuxer und Zillertaler Alpen sowie in Teilen der Hohen Tauern, in den Lechtaler Alpen und in Teilen der Allgäuer Alpen bleibt die Lawinengefahr weiter groß“, sagt Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst Tirol im Gespräch mit der „Krone“. Auch im Mieminger Gebirge und im Karwendel wurde große Lawinengefahr ausgerufen. In den übrigen Landesteilen gibt es Stufe 3, erhebliche Gefahr – knapp an der Grenze zu Stufe vier.
Große, steile, schattseitige Hänge vor allem über 2200 Metern gilt es unbedingt zu meiden.

Christoph Mitterer, Prognostiker Lawinenwarndienst Tirol
Bild: Lawinenwarndienst Tirol
„Es handelt sich um einen sogenannten scharfen 3er“
Die Schneefälle klingen im Laufe des Freitags zwar ab, am Wochenende wird es aber kaum Entspannung geben. „Die Lawinengefahr wird erheblich sein – Stufe 3“, schildert Mitterer. Nachsatz: „Es handelt sich um einen sogenannten scharfen 3er – an der oberen Grenze zu Stufe 4!“
Statistik verheißt nichts Gutes
Diese an sich bereits äußerst heikle Lage verschärft sich noch dadurch, dass die Meteorologen für Samstag schönes Wetter prognostizieren. Und erfahrungsgemäß zieht es am ersten Tag nach Schlechtwetter besonders viele Sportler ins Freie – vor allem an einem Samstag. Bei solchen Konstellationen passieren statistisch die meisten Lawinenunglücke!
Unfallträchtige Kombination
„Diese Kombination sieht tatsächlich sehr unfallträchtig aus“, sorgt sich Experte Mitterer. Ein regelrechter Horror-Samstag könnte bevorstehen.
Damit es nicht so weit kommt, sollen die Wintersportler unbedingt defensiv unterwegs sein. „Große, steile, schattseitige Hänge vor allem über 2200 Metern gilt es unbedingt zu meiden“, rät Christoph Mitterer.
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