„Krone“-Kommentar

Jährliche Hiobsbotschaft um Engpass bei Ostereiern

Tirol
28.03.2026 14:00

Rund vier Millionen Ostereier und zwei Millionen Schokohasen werden in Tirol heuer verschenkt. Zum Thema Ostereier hat sich Claus Meinert, Chefredakteur der „Tiroler Krone“, ein paar Gedanken gemacht.

Kaum ein Tag, ohne dass uns Nachrichten serviert werden, die alles andere als gschmackig oder vielleicht ermunternd, motivierend und aufbauend sind. Gemeint ist hier gar nicht jener alte Herr in Übersee, der eigentlich viel besser in die seichte, aber unterhaltsame Filmkomödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ passen würde und dessen divergierende Aussagen eigentlich nur mehr mit Kopfschütteln quittiert werden dürften – wären sie nicht von so immenser Bedeutung.

Gemeint ist auch nicht der Ukrainekrieg, der nach dem Angriff auf den Iran plötzlich nur mehr eine Nebenrolle einzunehmen scheint, obwohl es dort nach wie vor genauso schlimm zugeht wie seit mehr als vier Jahren.

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Es ist schrecklich, dass all die Osterhasen und -häsinnen es wieder einmal verabsäumt haben, auf die Eier aufzupassen.

Claus Meinert

Auch auf die Tag für Tag auftretenden und neu hinzukommenden innerösterreichischen Probleme wird hier nicht abgezielt. Etwa den Ärztemangel so weit das Auge reicht und die zumindest Zweiklassengesellschaft in der Medizin, die angeblich finanziell kränkelnde Österreichische Gesundheitskasse, völlig überfüllte Justizanstalten mit zu wenig und teils alleine gelassenem und überfordertem Personal. Dazu die steigenden Preise bei nahezu allen Produkten, egal, wie viele davon noch massenweise auf Lager liegen.

Nicht zu vergessen die zunehmende Inflation, das sinkende Wirtschaftswachstum und die exorbitant ansteigende Verschuldung unseres Landes, die beim Schreiben dieser Zeilen bei 479.000.000.000 Euro lag, kurz 479 Milliarden. Und diese Zahl erhöht sich pro Woche laut finanzrechner.at um weitere satte 1,3 Milliarden Euro.

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Zumindest in jenen Supermärkten, die ich am Freitag aufsuchte, gab es sowohl „normale“ als auch bunt bemalte Eier noch in Hülle und Fülle.

Claus Meinert

Nein. Angesprochen soll ein Problem werden, das leider aufgrund der oben genannten Nebensächlichkeiten in der Debatte völlig unterzugehen droht: Der Engpass bei den Ostereiern. Es ist schrecklich, dass so etwas passieren kann, dass all die Osterhasen und -häsinnen es wieder einmal verabsäumt haben, auf die Eier aufzupassen. Wieder gelang es den geldgierigen Wirtschaftstreibenden, teils bereits kurz nach Weihnachten, Tausende gefärbte Eier anzubieten. Zu Beginn natürlich als „Jauseneier“ und nicht Ostereier angepriesen.

Aber der Gipfel der Frechheit ist ja: Die Kunden kauften diese Eier auch noch und verzehrten sie, anstatt sie zu bunkern. Nun haben wir den Eiersalat. Die gute Meldung jedoch: Zumindest in jenen Supermärkten, die ich am Freitag aufsuchte, gab es sowohl „normale“ als auch bunt bemalte Eier noch in Hülle und Fülle.

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