Das Osterfest steht vor der Tür. Wie viele Tiroler feiern die Auferstehung Christi und in welcher Form? Und über wie viel Umsatz darf sich der Handel heuer freuen? Zahlen dazu hat die KMU Forschung in einer Umfrage erhoben.
Nach dem Comeback des Winters könnte man zwar eher meinen, dass Weihnachten naht, tatsächlich steht aber der Osterhase in den Startlöchern. Am Sonntag in einer Woche werden rund 70 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler die Auferstehung Jesu Christi feiern. Das geht aus einer Befragung der KMU Forschung hervor.
Jemandem eine Freude in Form eines Geschenks machen wollen heuer 69 Prozent. „Pro Person wird mit durchschnittlichen Ausgaben von 70 Euro gerechnet“, so die Forscher. Für den Tiroler Handel bedeutet das Einnahmen von rund 30 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 28 Millionen Euro.
Erfreulich für die stationären Händler: Der Einkauf vor Ort bleibt mit 89 Prozent am beliebtesten. Wobei 29 Prozent der Befragten aber auch online Ostergeschenke kaufen.
Knapp sechs von zehn Befragten planen im Vergleich zum Vorjahr mit einem gleichbleibenden Budget.
Die KMU Forscher
16 Prozent geben heuer weniger aus als 2025
Bleiben wir noch kurz bei den Ausgaben: „Knapp sechs von zehn Befragten (59%) planen im Vergleich zum Vorjahr mit einem gleichbleibenden Budget. 26 Prozent geben heuer mehr aus und 16 Prozent wollen weniger ausgeben als 2025“, verdeutlichen die KMU-Forscher. Und wie sieht es mit den Präsenten aus? Platzhirsch unter den Geschenken bleiben natürlich die Süßigkeiten (63%), dahinter folgen Eier (36%), Blumen bzw. Pflanzen (27%), Spielsachen (24%) und etwas abgeschlagen mit 17 Prozent Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen.
Hierzulande wird heuer mit rund zwei Millionen Schoko-Osterhasen sowie vier Millionen Ostereiern gerechnet, die in den Nestern liegen werden.
Besuch bei Familie und Jause sind hoch im Kurs
Und wie feiern die Tirolerinnen und Tiroler das Osterfest? Ganz oben auf der Liste steht mit 54 Prozent der Besuch von Familienmitgliedern bzw. die gemeinsame Osterjause (52%). Hoch im Kurs stehen auch das Eierpecken (37%) und das Aufstellen des mit Palmkätzchen oder bemalten Ostereiern geschmückten Osterstrauchs (37%). Die Suche nach den Ostereiern gehört für 35 Prozent der Befragten dazu. Und für immerhin noch ein Viertel der Bevölkerung ist das Färben der Eier eine fixe Tradition.
Osterhase machte Fuchs und Rabe „arbeitslos“
Apropos Tradition: Wie sieht diese eigentlich in anderen Ländern aus? Auch dazu liefern die KMU-Forscher interessante Fakten. Während hierzulande der Osterhase als fixes Symbol für den Feiertag gilt und Osternester gesucht werden, verkleiden sich in Schweden Kinder als Hexen und gehen von Haus zu Haus. Im französischen Bessières hingegen nutzen die Menschen den Feiertag seit etwa 1970, um eine Riesenomelette zuzubereiten, von der immerhin rund 2000 Personen satt werden können.
Übrigens: Historisch gesehen waren früher in Österreich Füchse und Raben für das Verstecken der Eier zuständig. „Letztlich hat sich jedoch der Hase wahrscheinlich gegen sie durchgesetzt, da wir ihn als Symbol für das Leben sehen und auch mit dem Frühlingsanfang assoziieren.“
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