Steckt in Bucht fest
Deutsche bangen um gestrandeten Buckelwal
Am Timmendorfer Strand in Deutschland ist Montagfrüh ein Buckelwal auf einer Sandbank entdeckt worden. Das junge Tier ist geschwächt und kann sich nicht mehr selbstständig aus der Lübecker Bucht befreien. Seit Dienstag scheiterten nun mehrere Rettungsversuche, am Donnerstagabend wurde ein weiterer abgebrochen.
Stundenlang waren Bagger im Einsatz, sowohl vom Land als auch vom Wasser aus (siehe Video oben). Ein schwimmender Schaufelbagger hob eine Rinne aus, ein weiterer Bagger schuf sich vom Strand aus einen Damm, um dichter an den Buckelwal zu gelangen. Dieser veränderte aber lediglich seine Position um einige Meter. Gegen 20.30 Uhr brach die Einsatzleitung das Vorhaben vorläufig ab, da es in der Dunkelheit zu gefährlich sei. Freitagfrüh solle es wieder weitergehen, sagte der Bürgermeister von Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein), Sven Partheil-Böhnke.
Bei den Arbeiten sei höchste Konzentration gefragt. Man müsse sich bis auf einen Zentimeter an den Kopf des Tieres heranarbeiten, sagte Partheil-Böhnke. Dies sei auch für den Buckelwal nicht ganz ungefährlich. Besonders herausfordernd seien der Wind und die Strömung, hatte Baggerfahrer Tim Löhndorf am Mittwoch gesagt.
„Gesundheitszustand besorgniserregend“
Der Wal ist laut dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann zwar motiviert, mitzumachen, aber sehr geschwächt. „Der Gesundheitszustand des Wals ist besorgniserregend, sowohl seine Haut als auch den Allgemeinzustand betreffend“, sagten auch Fachleute des Deutschen Meeresmuseums, die dem Meeresbewohner kaum Überlebenschancen einräumen. Er sehe allerdings noch gut ernährt aus, hieß es vor Ort, obwohl er seit Montag nichts gefressen habe.
Der Buckelwal, der etwa zwölf bis 15 Meter lang ist, war am Montagmorgen auf der Sandbank entdeckt worden. Die Taucher trotzen der kalten Wassertemperatur von ungefähr vier Grad Celsius. Sie springen immer wieder in der Ostsee oder lassen die Arme kreisen, um sich warmzuhalten. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte zu deutschen Medien, dass bereits mehrere Polizeiboote bereitstünden, um den Wal durch die Ostsee in die Nordsee zu bringen. Man sei mit dänischen Behörden in Kontakt. Anders als in der Nordsee gibt es in der Ostsee keine deutliche Tide, die den Wal wieder in tieferes Wasser spülen könnte.












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