Thema im Landtag

Energiekrise: Tiroler ÖVP vermisst Schulterschluss

Tirol
26.03.2026 17:00

Mit der Energiekrise und ihren Auswirkungen auf Tirol beschäftigte sich der Landtag auf Initiative der SPÖ. Erneuerbare Energien haben in Tirol stärker Einzug gehalten als anderswo, Kritik der Opposition gab es trotzdem! 

Tiroler Grüne als neue Autofahrerpartei, die Tiroler Energiestrategie 2050 als „Marketing-Gag“, kritische Wortmeldungen zu Windkraft und ignorierte Vorschläge der Opposition: Der Landtag debattierte die Energiekrise kontroversiell.

Ölverbrauch in Tirol drastisch reduziert
Einigkeit bestand nur darin, dass die Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen forciert werden müsse. LH Anton Mattle und auch Energie-LR LHStv. Josef Geisler sahen Tirol dabei auf einem guten Weg: Von 40 auf 60 Prozent gestiegen sei der Anteil der Erneuerbaren am Energiemix in Tirol seit 2014, dem Jahr, in dem die Energie-Unabhängigkeit bis 2050 ausgerufen worden war. Zum Vergleich: Auf Bundesebene beträgt der Anteil laut LHStv. Geisler 44 %, auf EU-Ebene nicht einmal 30 %. Seit 2005 habe man den Ölverbrauch um ein Drittel reduziert.

Zitat Icon

Die Spritpreise haben wenig mit den wahren Produktionskosten zu tun. Vielmehr kalkulieren die Konzerne anhand der Schmerzgrenze der Autofahrer.

 SPÖ-Vizeklubchef Christian Kovacevic

Aus vergangenen Krisen zu wenig gelernt
Für einen weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien – hauptsächlich Wasserkraft – werde es Kompromisse brauchen, „mehr Pragmatismus und weniger Populismus“, forderten Mattle und Geisler unter Bezugnahme auf Widerstände gegen Projekte wie den Pumpspeicher Versetz: „Wer Stromleitungen und Ausbauten verhindert, der blockiert die Energiewende und macht uns abhängig“, sagte VP-LA Martin Mayerl. Man habe aus vergangenen Krisen „leider viel zu wenig gelernt“.

Konkrete Ideen unberücksichtigt
Grünen-Chef Gebi Mair äußerte Verständnis für die Probleme der Tiroler Autofahrer mit den stark gestiegenen Spritpreisen und ging mit konkreten Vorschlägen in die Offensive: Er forderte Gratis-Öffis an den Wochenenden von Ostern bis Pfingsten und das Aufstellen von zehn Großbatterie-Speichern bis Herbst, die Gratis-Mittagsstrom in den Abend transferieren: Dadurch könne jeder Haushalt mit 147 Euro pro Jahr entlastet werden, rechnete er vor.

FPÖ gegen Windräder in Tirol
Fritz-LA Markus Sint warf der Regierung Versäumnisse beim Ausbau der Photovoltaik in Tirol und bei Energiesparmaßnahmen vor. FP-Chef Markus Abwerzger sprach sich für größtmögliche Autonomie aus, aber gegen Windkraft: Diese zerstöre die „Berg- und Kulturlandschaft“. 

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