Rückzug aus Akademie

Epstein-Files bringen unser Mathe-Genie zu Fall

Österreich
26.03.2026 15:01

Der Harvard-Mathematiker Martin Nowak, der enge Verbindungen zu Jeffrey Epstein unterhielt, legt seine Mitgliedschaft in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zurück. Er kommt damit einem potenziellen Rausschmiss zuvor.

Die ÖAW hatte nach der Veröffentlichung der Epstein-Akten, in denen der gebürtige Österreicher Nowak häufig genannt wird, eine Untersuchung eingeleitet. Das Ethikkomitee sei beauftragt worden, die Mitgliedschaft des Mathematikers in der Akademie zu überprüfen, teilte die ÖAW am Donnerstag mit.

Kam Anhörung zuvor
Das Komitee sei kurz vor dem Abschluss der Untersuchung gestanden. Einer Anhörung sowie einem potenziellen Ausschluss sei Nowak nun zuvorgekommen, weil er seine Mitgliedschaft zurücklegte. Den Austritt nehme man „zur Kenntnis“, erklärte die ÖAW. Er werde nach zehn Tagen rechtskräftig. Weiter aufrecht ist die Überprüfung der Mitgliedschaft von Nowaks Doktorvater, dem Mathematiker Karl Sigmund.

Martin Nowak beim Forum Alpbach 2014
Martin Nowak beim Forum Alpbach 2014(Bild: Wikimedia Commons/Franz Johann Morgenbesser/CC BY-SA 2.0)

So begründet Nowak den Rückzug
„Eingedenk der Ohnmacht“ gegenüber der „irrigen und rufschädigenden ‘gesellschaftlichen Wahrnehmung‘“, die die mediale Berichterstattung der letzten Wochen offenbar habe entstehen lassen und die scheinbar mit den Statuten der Akademie nicht vereinbar sei, habe er sich entschlossen, die Mitgliedschaft mit sofortiger Wirkung zurückzulegen, heißt es in dem von Nowak übermittelten Schreiben an die ÖAW.

Er betont darin erneut, dass er „die nun bekannt gewordenen verbrecherischen Taten von Jeffrey Epstein zutiefst verabscheue“. Zu keiner Zeit habe er persönliche Wahrnehmungen dieser Handlungen gehabt. „Der Kontakt bestand aufgrund des Interesses Epsteins an meiner wissenschaftlichen Arbeit und der damit verbundenen finanziellen Unterstützungen der Harvard-Universität. Anzumerken ist auch, dass Epstein meine wissenschaftliche Arbeit nicht beeinflusst hat.“

Von Harvard freigestellt
Wegen seiner Verbindungen zum Sexualstraftäter Epstein war Nowak bereits von der US-Eliteuni Harvard freigestellt worden. Ins Rollen gekommen war die Angelegenheit nach Bekanntwerden von neuen Informationen nach Veröffentlichung von Millionen von Akten durch das US-Justizministerium.

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