Kontakt zu Epstein

Österreichischer Harvard-Professor beurlaubt

Ausland
26.02.2026 20:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der aus Österreich stammende Biomathematiker Martin Nowak ist wegen seiner Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein von der US-Universität Harvard beurlaubt worden. Nowak bekam nicht nur großzügige Spenden für seine Forschung, sondern fand auch in Epsteins Testament Erwähnung.

Die in den vergangenen Monaten vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten hätten „neue Informationen über Professor Nowak zutage treten lassen“, hieß es in dem Brief der Fakultätsleitung, den das Uni-Blatt „The Harvard Crimson“ veröffentlichte. Nun soll eine formelle interne Untersuchung feststellen, ob Nowak die Vorgaben und Standards der Universität verletzt habe.

Nowak war wegen seiner Verbindungen zu Epstein, dem der Professor an seinem Institut sogar ein eigenes Büro zur Verfügung stellte, bereits 2020 vorübergehend von der Universität beurlaubt worden. Die Einschränkungen wurden 2023 aufgehoben. Anschuldigungen bezüglich Straftaten sind bisher nicht gegen Nowak erhoben worden.

Früherer Harvard-Präsident zieht sich zurück
Unterdessen zog sich der ehemalige Harvard-Präsident Larry Summers aus der Lehre an der Elite-Universität zurück. „Ich habe die schwierige Entscheidung getroffen, meine Professur an der Harvard-Universität zum Ende dieses akademischen Jahres aufzugeben“, teilte der ehemalige US-Finanzminister in einer Erklärung mit. Der Rückzug stehe in Zusammenhang mit der laufenden internen Überprüfung von Dokumenten zu Epstein. Aus der Universität hieß es, Summers werde bis zu seinem offiziellen Ausscheiden weder unterrichten noch neue Studierende betreuen.

Eingangstor zum Campus der US-Universität Harvard
Eingangstor zum Campus der US-Universität Harvard(Bild: AFP/JOSEPH PREZIOSO)
Larry Summers war unter Präsident Bill Clinton Finanzminister der Vereinigten Staaten und später ...
Larry Summers war unter Präsident Bill Clinton Finanzminister der Vereinigten Staaten und später Berater von Barack Obama.(Bild: AFP/MANDEL NGAN)

Veröffentlichte E-Mails und Textnachrichten legten einen engen persönlichen Austausch zwischen Summers und dem 2019 gestorbenen Epstein offen. Darin äußerte sich Summers Berichten zufolge auch abfällig über Frauen. Der bekannte US-Ökonom hatte sich zuvor schon weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.

Der New Yorker Investmentbanker Epstein soll zahlreiche junge Frauen, darunter auch Minderjährige, sexuell missbraucht und zum Teil an Bekannte weitergegeben haben. 2008 war er in dieser Sache einem Bundesverfahren entgangen, indem er in Florida einen umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft einging. Epstein bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. Im Sommer 2019 wurde er in New York erneut angeklagt. Er beging kurz darauf nach offiziellen Angaben in seiner Gefängniszelle Suizid. Seine Hauptkomplizin und Ex-Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell wurde 2021/22 zu einer 20-jährigen Haftstrafe wegen Menschenhandels verurteilt.

 

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