Der Wettersturz ist gekommen! Im Westen Österreichs hat der Winter am Donnerstag voll Einzug gehalten. In Tirol etwa kam es schon zu mehreren Unfällen und Straßensperren. Auf einigen Verbindungen herrscht seit den Morgenstunden Kettenpflicht. Und auf den Bergen verschärft sich die Lawinensituation – vielerorts gilt Warnstufe 4 von 5!
Schneefall bis ins Tal! Die Prognosen der Meteorologen trafen ein. Auch in Innsbruck herrschte am Donnerstagvormittag und auch über Mittag noch teilweise dichter Schneefall. Zu gröberen Verzögerungen im Straßenverkehr kam es im Großraum der Landeshauptstadt zwar noch nicht, aufgrund schlechter Sicht ging es da und dort – vor allem auf der Autobahn – aber schon mal langsamer als sonst dahin.
Räumdienste im „Volleinsatz“
Apropos Verkehr: Tief winterlich präsentierten sich am Donnerstag viele Hauptverkehrsrouten. Auf der Brennerautobahn etwa rollte der Verkehr aber – auch weil sich die Asfinag auf den Wintereinbruch vorbereitet hatte und die Räumdienste im „Volleinsatz“ stehen.
Weitere Bilder vom Wintereinbruch:
Kettenpflicht etwa am Arlberg
Winterlich auch die Bedingungen etwa auf der B179 Fernpassstraße, der B177 Seefelder Straße, auf der B178 Loferer Straße oder am Pass Thurn. Kettenpflicht herrschte etwa am Arlbergpass zwischen Tirol und Vorarlberg oder auf der L207 Hintersteiner-See-Straße zwischen Scheffau und dem Hintersteiner See. Später kam dann auch noch die L4 Brandenberger Straße zwischen Kramsach und Brandenberg dazu.
Zeitweise gesperrt werden mussten immer wieder die B181 Achenseestraße und die L7 Kasbachstraße. Dort blieben laut Landesverkehrsabteilung immer wieder Fahrzeuge hängen. Lkw und Busse mussten Ketten anlegen, damit sie weiterkamen. Auch auf der Fernpassstrecke wurde von hängengebliebenen Schwerfahrzeugen berichtet.
Autos landeten im Straßengraben
Teils kam es aufgrund der winterlichen Bedingungen auch schon zu Unfällen. Etwa auf der B178 Loferer Straße bei Waidring – dort sollen zwei Autos im Straßengraben gelandet sein. Ein Unfall wurde auch in Flirsch auf der Stanzertalstraße gemeldet.
Auch auf der Fernpassstraße ereignete sich am Donnerstagvormittag ein Unfall. Bei Musau wurde ein Unfall mit Beteiligung eines Lkw gemeldet.
Straßensperre wegen Lawinengefahr
Laut Angaben der Verkehrspolizei musste am Donnerstag die B198 Lechtalstraße im Außerfern zwischen Bach und Stockach wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Dicht gemacht werden musste auch die L25 Defereggentalstraße in Osttirol zwischen Erlsbach und Grenzübergang Staller Sattel – „wegen Schneeverwehungen“, wie es hieß.
Bis zu 75 Zentimeter Neuschnee am Berg
Bis Freitag sollen auf Tirols Bergen bis zu 75 Zentimeter Neuschnee fallen. In Tallagen können es da und dort immerhin bis zu 40 Zentimeter werden. Die GeoSphere Austria gab daher bis Freitag eine „orange“ Schneewarnung für die Regionen nördlich des Inntals (Warnstufe 3 von 4) bzw. eine „gelbe“ Schneewarnung für das restliche Nordtirol (Warnstufe 2 von 4) aus.
Lawinenwarnstufe vier von fünf
Nachdem die vergangenen Tage von einer geringen bis mäßigen Lawinengefahr geprägt waren, steigt die Lawinengefahr jetzt wieder sprunghaft an. „Grund dafür ist die aktuelle Kombination aus viel Schnee, Wind und dem schwachen Schneedeckenaufbau“, erklärt Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol.
Der Lawinenwarndienst gab bereits für Donnerstag für die Regionen Tuxer Alpen, Zillertaler Alpen sowie Hohe Tauern die Lawinengefahrenstufe 4 – große Lawinengefahr – aus. In diesen Regionen sei oberhalb der Waldgrenze mit zahlreichen spontanen Lawinen zu rechnen. „Es wird geraten, in diesen Regionen steile Hänge abseits gesicherter Pisten zu meiden. Zudem sollten Auslaufbereiche spontaner Lawinen gemieden werden“, so die Experten.
Lawinenwarnstufe 4 wurde inzwischen auch auf die Regionen Allgäuer Alpen Ost und Lechtaler Alpen West ausgeweitet.
In allen weiteren Teilen Tirols herrscht oberhalb der Waldgrenze Lawinengefahrenstufe 3 – erhebliche Gefahr. Auch in diesen Regionen sollten Touren und Variantenabfahrten sorgfältig geplant und abseits gesicherter Pisten sollte Zurückhaltung geübt werden.
Sturmwarnung für Süden Österreichs
In Osttirol und im südlichen Österreich kann es Donnerstag und Freitag richtig stürmisch werden. Für den Bezirk Lienz gab die GeoSphere Austria eine orange Sturmwarnung aus (Warnstufe 3 von 4).
Der starke Wind könne insbesondere in der Nähe von Bäumen – unter anderem in Wäldern, Parks oder Alleen – zu Gefahren führen, so Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement. Allenfalls könne es auch zu Unterbrechungen im Stromnetz kommen. Vor allem im Gebirge kann es zudem zu starken Orkanböen kommen.
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