Wiener-Konzerthaus-Intendant Matthias Naske präsentierte im „Krone“-Gespräch seine prallvoll gefüllte Saison 2026/27.
Gleich vorweg. Auch Matthias Naske hat abgewunken, die Nachfolge von Festspielchef Markus Hinterhäuser anzutreten. Viel lieber ist er „mit großer Freude und ungebrochenem Mut“ dafür verantwortlich, im Konzerthaus das 114. Saison-Programm „als kräftiges Lebenszeichen einer lebendigen, privat geführten kulturellen Einrichtung“ anzubieten.
„Ich liebe das Publikum, für das ich hier arbeite. Ich habe gemeinsam mit all den Kolleginnen und Kollegen, die wirklich mit Herz und Hirn gute Arbeit leisten, sehr, sehr starke, tragfähige Beziehungen mit vielen Künstlern aufgebaut. Und mir macht das wahnsinnig viel Freude!“
Das schlägt sich in rund 600 Konzerten mit719 Ensembles und Interpreten aus Klassik, Weltmusik, Jazz, Crossover, Literatur und vielem mehr nieder. Bund und Stadt haben ihre Subventionen um zehn Prozent, insgesamt 400.000 €, auf jeweils 1,8 Mio. gekürzt.
Während man im Musikverein Beethovens Sargschlüssel ausgräbt, funkelt im Konzerthaus Wagners „Ring des Nibelungen“, den es „tatsächlich zum ersten Mal hier zu hören gibt“. Das Besondere: Kent Nagano dirigiert das auf historischen Instrumenten spielende Dresdner Festspielorchester. „Man hört die Stimmen plötzlich ganz anders gewichtet“, schwärmt Naske.
An Beethovens 200. Todestag kommt man auch im Konzerthaus nicht vorbei – und schöpft aus dem Vollen: Jakub Hrůša dirigiert alle Symphonien mit seinen Bamberger Symphonikern, Rudolf Buchbinder spielt die Klaviersonaten, Jordi Savall leitet die „Missa solemnis“.
Den Porträtkünstlern, Geiger Augustin Hadelich, Pianist Alexandre Kantorow und Bariton Andrè Schuen, stehen Dirigentinnen wie Elim Cham, Bar Avni oder Tabita Berglund gegenüber. Dazu kommen viele starke Frauen: Ausnahmegeigerin Patricia Kopatchinskaja mit neuem Projekt, Jazz-Queen Dianne Reeves oder Anna Netrebko, die sich mit Bartóks „Blaubarts Burg“ auf neues Fachterrain wagt.
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