Ein Lkw-Brand bei der Baustelle auf der A10-Tauernautobahn in Kärntnen sorgte zuletzt häufig für verstopfte Straßen im Tal. Das sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Die örtlichen Bürgermeister kämpfen um Maßnahmen.
Der jüngste Unfall auf der A10-Tauernautobahn im Liesertal verstärkt die Sorgen und den Ärger unter der Bevölkerung und unter Pendlern.
Wie berichtet, ging am späten Montagnachmittag dort ein Lkw in Flammen auf. Der spektakuläre Vorfall ereignete sich direkt im Baustellenbereich der A10. Die Folge: stundenlanger Stau, und die ungeduldigen Verkehrsteilnehmer suchten nach Umfahrungsmöglichkeiten, beziehungsweise wurden sie abgeleitet. Denn die wichtige Verkehrsroute musste während des Großeinsatzes in beide Richtungen gesperrt werden. Was an sich nicht das Problem darstellt – wenn die Ausweichrouten einwandfrei funktionieren würden ...
Bundesstraße blockiert
Doch aktuell herrschen auch Sanierungsarbeiten an der B99 Katschbergstraße – der einzigen Ausweichroute. Dort muss die Mösslerbrücke laut Land Kärnten dringend saniert werden.
Für die Arbeiten am Tragwerk selbst ist jedoch eine Vollsperre erforderlich. Daher wird von Mai bis Mitte Juli der Verkehr regional sowie über die A10 Tauernautobahn umgeleitet. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein, heißt es.
Bürgermeister ringen um weitere Lösungen
Befürchtungen, dass das Tal bei Ableitungen durch das erhöhte Verkehrsaufkommen vollkommen überlastet und verstopft wird, werden nun immer größer. Bürgermeister aus der Region warnten, wie berichtet, bereits vor Jahren vor derartigen „unerträglichen Ereignissen“. „Wir haben durch unser ,Lästigsein’ bei den zuständigen Behörden mittlerweile viel bewirkt, befinden uns nach wie vor regelmäßig in Sitzungen, die durchaus positiv verlaufen. Wir warnen auch immer wieder vor genau solchen Situationen“, erklärt Gmünds Stadtchef Claus Faller.
Bürgermeisterkollege Arnold Prax aus Trebesing stimmt ihm zu. „Dennoch muss man den Unmut und die Sorgen ernst nehmen. Der Tourismusverkehr im Sommer steht vor der Tür. Der jüngste Vorfall zeigt einmal mehr, wie schnell es sich dort staut und wie schnell die Leute Ausweichrouten suchen!“
Die Gemeindechefs sind sich einig: „Solange die Vollsperre der B99 aufrecht ist, darf kein Verkehr von der Autobahn abgeleitet werden. Denn die enge, kurvenreiche Römerstraße ist keinesfalls als Umleitungsstraße gedacht!“ Selbst wenn die Straße offen ist, soll ausschließlich der Pkw-Verkehr abgeleitet werden – keinesfalls Schwertransporter. „So können Zwischenfälle verhindert werden.“
Navis und Rundfunk aktualisieren
Eine weitere Forderung: „Auch Navis sollen die Ableitungen nicht anzeigen, und im Rundfunk sollten sie nicht durchgesagt werden. Zuständige sind sehr bemüht, aber es braucht unbedingt noch Gespräche, wir sind auf einem guten Weg!“
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