Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ist zu einem zweitägigen Besuch in Nordkorea eingetroffen. Der dortige Machthaber Kim Jong Un bereitete ihm am Mittwoch einen prunkvollen Empfang mit Salutschüssen, einer Kavallerie mit Schimmeln und jubelnden Kindern am Flughafen.
„Die aktuelle Situation treibt uns einfach in die Arme des anderen“, wurde der belarussische Außenminister Maxim Ryschenkow zitiert. Man suche nach loyalen und verlässlichen Freundinnen und Freunden. Er kündigte die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags an. Sowohl Nordkorea als auch Belarus unterstützen die russische Regierung massiv im Krieg gegen die Ukraine. So kämpfen Streitkräfte aus Nordkorea in der Ukraine, Kim ließ auch Millionen Schuss Munition liefern. Lukaschenko wiederum stellte sein Land als Aufmarschgebiet für die Invasion zur Verfügung und stimmte der Stationierung russischer Atomwaffen zu. Beide Staaten wurden deshalb international sanktioniert.
Der belarussische Oppositionelle Walery Zepkalo, der im Exil lebt, sieht in dem Treffen von Kim und Lukaschenko hingegen keinen „echten Nutzen“. Das Treffen sei reine Symbolik und solle lediglich zeigen, dass die beiden Länder nicht isoliert seien.
Trump sucht zu beiden Kontakt
US-Präsident Donald Trump hat immer wieder den Kontakt zu Kim und Lukaschenko gesucht. Mit dem nordkoreanischen Machthaber hatte sich Trump während seiner ersten Amtszeit 2018 und 2019 dreimal getroffen. Im vergangenen Jahr nahm er zudem direkte Verbindungen zu Lukaschenko auf. In den vergangenen Monaten begannen die Vereinigten Staaten, die Sanktionen gegen Belarus im Gegenzug für die Freilassung politischer Gefangener zu lockern.
Erst sechs Tage vor seiner Reise nach Nordkorea hatte Lukaschenko den US-Gesandten John Coale getroffen und die Freilassung von 250 weiteren Inhaftierten angekündigt. Von US-Seite hieß es, der belarussische Präsident könnte bald im Weißen Haus zu Gast sein.
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