Bei Linzer Uni

„Drinnenbleiben, bewaffneter Bankräuber unterwegs“

Oberösterreich
24.03.2026 17:25

Linzer Studenten bekamen Dienstagmittag Warn-Nachrichten auf ihre Handys geschickt. Ein bewaffneter Räuber überfiel um 11.35 Uhr die Raiffeisen-Filiale am Campus der JKU. Nur 22 Minuten später wurde ein 67-jähriger Verdächtiger festgenommen. Er verweigert jegliche Aussage.

„Ein Wahnsinn, genau in der Mittagspause die Bank zu überfallen, da sind Tausende Studenten unterwegs“, meinte ein Passant zur „Krone“. „Aber vielleicht war das der Plan, um untertauchen zu können?“ Was da noch niemand wusste: Der kurz danach und unweit vom Tatort festgenommene Täter ist Österreicher und ist 67 Jahre alt – nicht gerade das perfekte Alter, um sich in der Masse der Studenten zu tarnen.

„Schreckt man sich schon“
Um 11.35 Uhr wurde die Polizei per Taster alarmiert. Die meisten Studierenden erfuhren durch eine WhatsApp-Nachricht vom Überfall: „Bitte bleiben Sie im Gebäude, es ist ein bewaffneter Bankräuber am Campus unterwegs.“ „Da schreckt man sich schon, gerade nachdem, was in Linz in letzter Zeit passiert ist“, so Studentin Anna S. Ihr Begleiter hatte andere Sorgen: „Ich hatte so einen Hunger. Als die Entwarnung kam, mussten wir zur nächsten Vorlesung.“

Revolver in der Tasche gehabt
Lukas J. sah den vorerst letzten Akt des Krimis mit an: „Ich war gerade am Heimweg, als plötzlich immer mehr Polizeiautos mit Blaulicht zum Parkhaus fuhren.“ Dort wurde der 67-jährige Verdächtige schon um 11.57 Uhr geschnappt. Ein Auto hatte er nicht, dafür Tatutensilien, die Beute und einen kleinkalibrigen Revolver in der Tasche. Was er in der Garage wollte, ist unklar – er verweigert bis dato jede Aussage. Andere Bankkunden waren nicht in der Filiale zugegen. Angestellte blieben unverletzt, wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

Zweiter Überfall des Jahres
Dies ist der zweite Banküberfall in diesem Jahr in Oberösterreich. Der erste ereignete sich vor 20 Tagen in Wels-Lichtenegg auf eine Sparkassen-Filiale. Dort hatte der Räuber aber auch Pech, weil es sich um eine bargeldlose Bankstelle handelte. Der mit einem Teppichmesser bewaffnete Täter hatte einem Angestellten aber eine private Geldbörse abgenötigt – der Überfall ist noch ungeklärt.

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