Seit Februar haben sich neu abgeschlossene Gas- und Stromverträge um mehrere Cent pro Kilowattstunde verteuert. Das teilte das Vergleichsportal Durchblicker jetzt mit. Bei Gas sei der Anstieg deutlicher ausgefallen, aber auch bei Strom sei der Preis schon spürbar angezogen. Das Portal rät daher zu einem Fixpreistarif.
Die Gas-Arbeitspreise sind laut dem Vergleichsportal, das mit der Vermittlung von Verträgen Geld verdient, seit Februar um rund 35 Prozent gestiegen. Das günstigste Angebot liegt heute bei 5,20 Cent pro kWh netto. Das ist zwar ein deutlicher Anstieg, der Betrag entspricht aber nicht der Entwicklung im Großhandel. Dort verteuerte sich Erdgas seit Beginn der Kriegshandlungen gar um 90 Prozent. Derzeit würden andere Vertragsbestandteile wie der Grundpreis oder Wechselboni den Anstieg beim Arbeitspreis noch abfedern.
Bei Strom beträgt das durchschnittliche Plus seit Februar acht Prozent. Der günstigste Arbeitspreis liegt aktuell bei 10,5 Cent pro kWh. Für den Vergleich wurde ein Durchschnittswert für alle Bundesländer herangezogen. In den jeweiligen Netzgebieten können die Kosten aufgrund unterschiedlicher Netzgebühren abweichen.
Unsere Empfehlung ist klar: Wer noch keinen Fixpreistarif hat, sollte jetzt wechseln und sich gegen Preissteigerungen absichern.
Florian Koiner, Durchblicker
Mehr Nachfrage nach Fixpreistarifen
„Unsere Empfehlung ist klar: Wer noch keinen Fixpreistarif hat, sollte jetzt wechseln und sich gegen Preissteigerungen absichern. Viele Haushalte tun das bereits. Die Nachfrage nach Fixpreis-Gastarifen ist im Vergleich zu Anfang Februar um 41 Prozent gestiegen“, sagte Florian Koiner von Durchblicker.
Die Regulierungsbehörde E-Control, bei der Stromanbieter ihre aktuellen Tarife melden müssen, empfiehlt beim Wechsel ebenfalls, auf eine Preisgarantie zu achten. Der Vertrag müsse eine Bindung von einem Jahr haben, damit der Fixpreis für beide Seiten gelte. Bei Lieferverträgen ohne Bindung kann der Anbieter hingegen jederzeit aus dem Vertrag aussteigen, selbst bei einer Preisgarantie.
Energieversorger kaufen oft lange im Voraus
Kundinnen und Kunden, die aktuell Fixpreistarife haben, müssen laut E-Control vorerst keine teureren Preise befürchten. Falls der Krieg im Iran länger anhält, könnten die Erhöhungen aber auch bei ihnen ankommen. Viele Energieversorger kaufen ihre Strom- und Gaskontingente länger im Voraus und in mehreren Tranchen ein. Dadurch werden Preisspitzen abgemildert. Allerdings sei es nur eine Frage der Zeit, bis der Anstieg weitergegeben werde, wenn die Großhandelspreise auf dem aktuellen Niveau bleiben würden.
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