Chaos in London
U-Bahn-Streik lähmt Englands Hauptstadt
Der 24-stündige Ausstand begann am Sonntag um 18.30 Uhr (19.30 Uhr MEZ). Zuvor waren Tarifgespräche der Gewerkschaft RMT mit der kommunalen Betreibergesellschaft London Underground abermals gescheitert. RMT-Chef Bob Crow warf den Arbeitgebern vor, sie verlangten bei den Schichtplänen Änderungen, die zu Entlassungen und einer Beeinträchtigung der Sicherheit führen würden. Mike Brown von London Underground wies dies zurück. Die RMT vertritt rund 4.000 von 6.000 Londoner U-Bahn-Beschäftigten, nicht aber die Fahrer.
Der erste 24-stündige Streik fand in der Silvesternacht und in der Früh am Neujahrstag statt. Damals konnten die Arbeitgeber den Betrieb mit den 2.000 nicht organisierten Beschäftigten weitgehend aufrechterhalten, allerdings waren auch kaum Pendler unterwegs. Am Montag kam noch eine kurzfristige Arbeitsniederlegung einiger Fahrer auf der Northern Line hinzu, die ihre Solidarität mit einem entlassenen Kollegen bekunden wollten.
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